Berliner Pandabär: Bao Bao ist tot

Bao Bao war ein Geschenk der chinesischen Regierung an Helmut Schmidt, seit mehr als 30 Jahren lebte der Pandabär im Berliner Zoo. Nun ist das beliebte Tier gestorben.

Bao Bao: Pandabär im Berliner Zoo Fotos
dapd

Berlin - Ein Publikumsliebling des Berliner Zoos ist tot: Der 34 Jahre alte Pandabär Bao Bao starb am Vormittag in seinem Gehege. Laut Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz war bei dem Panda zuletzt ein körperlicher Verfall zu beobachten. Das Tier sei "ganz ruhig eingeschlafen". Eine Sektion soll die genaue Todesursache klären.

Bao Bao lebte seit November 1980 im Zoologischen Garten. Er kam als Geschenk der chinesischen Regierung an den damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) zusammen mit Tjen Tjen nach Berlin. Seine erste Partnerin starb 1984. Die zweite Pandadame Yan Yan starb ebenfalls.

In Berlin endet mit dem Tod des Pandabären eine Ära. In Europa werden die weltweit vom Aussterben bedrohten Tiere nur noch in wenigen Zoos gezeigt, unter anderem in Wien, Madrid und Edinburgh. Bao Bao galt weltweit als der älteste in einem Zoo lebende männliche Panda. Das Tier habe ein "stolzes Alter erreicht", sagte Blaszkiewitz.

Pandas können in Gefangenschaft bis zu 35 Jahre alt werden, in freier Wildbahn sind es im Schnitt etwa zehn Jahre weniger. Sie gelten als Einzelgänger und beschäftigen sich bis zu 16 Stunden am Tag mit Fressen. Die Tiere bevorzugen Bambusspitzen und verputzen täglich bis zu 30 Kilogramm der nährstoffarmen Pflanze.

Weibchen sind nur drei bis fünf Tage im Jahr fruchtbar. Normalerweise kommen die Tiere nur zur Paarungszeit zusammen. Sie sind sehr wählerisch bei der Partnerwahl und gelten als Paarungsmuffel.

Die Aussichten, in Berlin noch einmal einen Pandabären zeigen zu können, sind gering. Die Chinesen verlangen für die Überlassung der seltenen Art pro Jahr mindestens eine Million Euro. In ihrer ursprünglichen Heimat in den Bergregenwäldern Chinas sollen nur noch etwa 1600 Pandas leben.

hut/dpa/dapd

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