Papst Benedikt Pontifex ruft zur Einheit der Christen auf

Bei seiner ersten Reise nach Amtsantritt widmete sich Papst Benedikt vor allem dem Thema der Ökumene. In der süditalienischen Küstenstadt Bari erklärte der Pontifex, er werde sich mit „seiner gesamten Kraft“ für ein besseres Verhältnis der christlichen Kirchen einsetzen.


Papst Benedikt in Bari: Betonung der Einheit
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Papst Benedikt in Bari: Betonung der Einheit

Bari - Er wolle mit "seiner gesamten Kraft an der Wiederherstellung der vollen Einheit" der Christen arbeiten, erklärte Papst Benedikt unter dem Beifall von mehreren hunderttausend Gläubigen heute bei einer Messe im süditalienischen Bari.

Zudem betonte der Ponitfex, er sei sich bewusst, "dass für dieses Ziel Zeichen der guten Absicht nicht ausreichen." Es seien "konkrete Gesten" auf dem Weg der Ökumene notwendig. Zugleich betonte Benedikt die Bedeutung der sonntäglichen Messe und der Eucharistiefeier für die katholische Glaubensgemeinschaft. Die Eucharistie, das Abendmahl, gilt als heikles Thema vor allem in Deutschland. Trotz des Wunsches von vielen Gläubigen lehnt der Vatikan ein gemeinsames Abendmahl zwischen Protestanten und Katholiken nach wie vor ab.

Der eintägige Besuch in die Adriastadt Bari ist die erste offizielle Reise Benedikts seit seiner Wahl am 19. April. Seine erste Auslandsreise ist für Mitte August geplant, zum Weltjugendtag der katholischen Kirche in Köln. Ansonsten will der geistliche Vater die Sommermonate in Castel Gandolfo verbringen, der päpstlichen Residenz, südlich von Rom. Der Vatikan unterscheidet grundsätzlich zwischen Papstbesuchen in italienischen Städten und Reisen nach Castel Gandolfo.

Aber nicht nur in Italien, auch in Polen wünscht man sich eine Visite des neuen Pontifex. Die dortigen Bischöfe haben ihren Wunsch nach einem Besuch Benedikts deutlich Ausdruck verliehen.



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