Benedikt XVI. bei Twitter: @Pontifex sagt Servus

Benedikt XVI. und das iPad: @Pontifex_de schaffte es auf 37 Tweets Zur Großansicht
DPA/ Osservatore Romano

Benedikt XVI. und das iPad: @Pontifex_de schaffte es auf 37 Tweets

Ein Papst bei Twitter, was für ein Spektakel! Tradition und Moderne vereint. Mit dem Account @Pontifex richtete sich Benedikt XVI. zweieinhalb Monate lang an knapp drei Millionen Follower weltweit. Um 17 Uhr kam nun sein letzter Tweet.

Hamburg - Was waren das für schöne Bilder: Benedikt XVI. in seinem weißen Gewand, die Lesebrille aufgesetzt, den rechten Zeigefinger auf ein iPad gelegt. Ein päpstliches PR-Spektakel!

Am 12. Dezember 2012 um 11.36 Uhr wurde der erste Tweet von @Pontifex veröffentlicht: "Liebe Freunde! Gerne verbinde ich mich mit euch über Twitter. Danke für die netten Antworten. Von Herzen segne ich euch." Damit seine Worte die ganze Welt erreichen, wurden insgesamt acht Accounts eingerichtet: Der Papst twitterte auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Polnisch, Französisch, Arabisch, Italienisch und Portugiesisch.

Eine richtige Leidenschaft für die 140-Zeichen-Botschaften entwickelte das Oberhaupt der katholischen Kirche jedoch nicht. Bis Donnerstag wurden in unregelmäßigen Abständen insgesamt 37 Tweets auf dem deutschsprachigen Account veröffentlicht, nicht gerade viel. Bei den meisten handelte es sich um allgemeine Glaubenssätze: "Im Glauben jedes Menschen gibt es Licht, manchmal auch Schatten. Lass dich von Gottes Wort leiten, wenn du immer im Licht gehen willst", hieß es am 19. Dezember. Zwei Tage später twitterte @Pontifex: "Wir haben die Wahrheit nicht, aber sie hat uns. Christus, der die Wahrheit ist, nimmt uns bei der Hand."

Zu Beginn seiner Twitterzeit richtete @Pontifex gerne auch Fragen an seine Follower - es sind mehr als 2,9 Millionen weltweit, dem deutschen Account folgen rund 60.000. "Habt ihr eine Idee, wie wir trotz allem Trubel in Arbeit, Familie und Welt treuer im Gebet sein können?", hieß es am 12. Dezember.

Mit den Reaktionen dürfte er allerdings weniger zufrieden gewesen sein: "Zum Beispiel könnten wir alle Missbrauchsfälle endlich aufdecken. Just saying, Ratzimausi", antwortete beispielsweise @HerrVanBohm. Und auf dem englischsprachigen Account schrieb @dianalunareja: "mmm... tough one, @Pontifex, maybe there's an app for that" - in etwa: "Mmmh, schwierige Frage, @Pontifex, vielleicht gibt's dafür eine App?"

Nun tritt der Papst zurück. Und sein Twitter-Account? Der bleibe auf Stand-by, sagte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi. Der neue Papst könne dann entscheiden, ob er als @Pontifex weiter twittern wolle. Benedikt XVI. verabschiedete sich pünktlich um 17 Uhr mit folgendem Tweet: "Danke für eure Liebe und Unterstützung. Ich wünsche, dass ihr immer Freude dabei erfahrt, Christus in die Mitte eures Lebens zu stellen."

aar

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