Südamerika-Reise Papst Franziskus hat Angst vor einem Atomkrieg

Der Papst ist zu einer Reise nach Chile und Peru aufgebrochen - auf dem Flug hat er für eine nukleare Abrüstung geworben. Franziskus sieht die drohende Gefahr eines Atomkriegs.

Papst Franziskus
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Papst Franziskus fürchtet sich vor einem Atomkrieg: "Ja, ich habe wirklich Angst", sagte er laut der Nachrichtenagentur Ansa auf dem Flug von Rom nach Santiago de Chile. "Wir sind am Limit. Ein Zwischenfall wird reichen, um einen Krieg zu entfesseln. Deshalb müssen wir die Waffen zerstören und uns für die nukleare Abrüstung einsetzen."

Der Papst hatte vor dem Abflug ein Foto an die Journalisten verteilt, das 1945 im japanischen Nagasaki nach dem Abwurf einer Atombombe durch die USA entstanden ist. Darauf zu sehen ist ein Junge, der seinen toten Bruder auf dem Rücken zu Grabe trägt - nach den Worten von Franziskus "die Frucht des Krieges".

Die mehrtägige Reise des katholischen Kirchenoberhaupts führt ihn nach Chile und Peru. Der 81-jährige Argentinier will unter anderem mit Vertretern der Mapuche in Chile sprechen. Die Ureinwohner wehren sich dort seit Jahren zum Teil mit Gewalt gegen die Ausbeutung und Zerstörung ihrer angestammten Gebiete.

Die katholische Kirche steht in Lateinamerika unter Druck, Konkurrenz machen ihr vor allem evangelikale Bewegungen. Sowohl in Chile als auch in Peru gibt es zudem Missbrauchsvorwürfe gegen Priester. Der Vatikan hatte in der vergangenen Woche eingeräumt, dass es "keine einfache Reise" werde.

bbr/dpa/AFP



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