Oster-Nachrichtenüberblick Good News vom Wochenende

Anschlag in Lahore, Razzien in Brüssel, Krieg in Syrien - passieren auf der Welt eigentlich nur schlimme Dinge? Nein, natürlich nicht. Wir haben ein paar gute Nachrichten vom Osterwochenende gesammelt.

Holi in Bangkok
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Holi in Bangkok


Ostern ist ein Fest der Versöhnung. Doch wer in den vergangenen Tagen die Nachrichten verfolgte, dem begegnete wenig davon - und umso mehr Krieg, Gewalt und Hoffnungslosigkeit. Die wichtigsten Meldungen dazu im Überblick finden Sie hier.

Doch es gab auch gute Nachrichten. Um sie davor zu bewahren, in der Menge der deprimierenden Meldungen unterzugehen, haben wir hier einige gesammelt. Damit Sie einmal durchatmen können, bevor die nächste Arbeitswoche startet. Die hat übrigens nur vier Tage. Auch das eine gute Nachricht.

  • Papst wäscht Flüchtlingen die Füße

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Nächstenliebe ist mehr als nur ein Wort. Papst Franziskus hat am Gründonnerstag gezeigt, dass sie auch zwischen den Religionen bestehen kann, trotz Konflikten in vielen Teilen der Welt. Das Oberhaupt der katholischen Kirche kniete vor Flüchtlingen in einem Asylbewerberheim nieder und wusch und küsste ihnen die Füße. Es sollte eine "brüderliche" Geste im Angesicht von Krieg und Gewalt sein. Auch drei Muslime aus Mali, Pakistan und Syrien sowie ein Hindu aus Indien waren für das Ritual ausgewählt. Die Teilnehmer zeigten sich tief bewegt, viele weinten.

  • Menschen spenden Blut nach Anschlag in Lahore

Nach dem Anschlag auf einen Park in Lahore, in dem viele Familien Ostern feierten oder einfach nur ihre freien Tage verbrachten, haben sich offenbar Tausende Menschen zum Blutspenden gemeldet. Vor den Krankenhäusern hätten sich lange Schlangen gebildet, schreibt die Plattform "Global Voices". Ein Taxiunternehmen habe sogar angeboten, jeden, der Blut spenden wolle, umsonst zum Krankenhaus zu fahren.

  • Palmyra vom Islamischen Staat zurückerobert

Rossiya 24
Syrische Regimetruppen haben mithilfe russischer Truppen die historische Oasenstadt Palmyra von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zurückerobert.

In den Tagen zuvor waren die Regierungseinheiten nach monatelanger Besetzung des IS mit Macht auf Palmyra vorgerückt und konnten am Donnerstag erstmals in die Stadt eindringen.

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Schlachtfeld im syrischen Bürgerkrieg: Was von Palmyra übrig blieb
Die Stadt im Zentrum Syriens gehört wegen seiner einzigartigen Bauwerke aus den ersten Jahrhunderten nach Christus zum Unesco-Weltkulturerbe. Der IS hatte die Stadt im Mai 2015 von der syrischen Armee eingenommen. Seitdem sprengten die Dschihadisten den rund 2000 Jahre alten Baal-Tempel, den Baal-Schamin-Tempel sowie mehrere einzigartige Turmgräber, den Triumphbogen und einen Teil der berühmten Säulenstraße.

"Wir haben mit dem Schlimmsten gerechnet", sagte der Direktor der syrischen Altertümerverwaltung, Maamun Abdulkarim, am Sonntag. "Aber die Landschaft ist im Großen und Ganzem in einem guten Zustand." Er fühle eine "unbeschreibliche Freude", sagte Abdulkarim am Telefon. Palmyra könne wieder aufgebaut und "so werden wie vorher.

  • Terroranschlag in Frankreich vereitelt

AP

Am späten Donnerstagsabend - vier Monate nach den Attentaten von Paris - meldete Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve die Festnahme eines mutmaßlichen Terroristen. Ein unmittelbar bevorstehender Anschlag sei gerade noch verhindert worden.

"Damit wurde das Projekt in fortgeschrittenem Stadium vereitelt", so Cazeneuve. Der Franzose "gehört zu einem Terrornetzwerk" und steht im Verdacht "auf höchstem Niveau in das Vorhaben verwickelt zu sein."

Der Minister bestätigte die "bedeutende Festnahme" eines Mannes, der offenbar ein Attentat auf französischem Boden vorbereitet hatte. Der 34-jährige R. aus dem Departement Val-d'Oise im Großraum Paris wurde von bewaffneten Kräften des Inlandgeheimdienstes (DGSI) überwältigt.

  • Großvater lädt zum öffentlichen Burger-Essen

Ein Großvater aus Oklahoma hat erfahren, dass er doch nicht so einsam ist, wie er sich vielleicht neulich fühlte. Kenneth Harmon hatte seine sechs Enkel vor elf Tagen zum Burger-Essen eingeladen, berichtete unter anderem "Buzzfeed.com". Doch nur eine Enkelin tauchte auf. Sie postete ein Foto von "Sad Papaw" - ihrem traurigen Opa - auf Twitter, das Zehntausende Male geteilt wurde. Daraufhin lud die Familie am Samstag zum gemeinsamen, öffentlichen Burger-Essen ein. Opa Harmon verkaufte Burger für zwei Dollar pro Stück und selbst bedruckte T-Shirts, es kamen angeblich mehr als 1500 Leute. Der einsame Großvater hatte also nicht nur plötzlich viel Gesellschaft - sondern auch ordentliche Einnahmen.

  • Menschen feiern mehr als nur Ostern

Easter Parade in New York
AFP

Easter Parade in New York

Am Wochenende feierten Menschen überall auf der Welt das Osterfest - zum Beispiel mit einer Parade in New York. Doch auch in asiatischen Ländern wurde gefeiert, nämlich das indische Frühlingsfest Holi. In Indien, aber auch in Thailand und Myanmar bewarfen sich Menschen dafür mit Farbe. Optisch konnte das kein Osternest toppen, egal wie viele bunte Eier darin lagen.

Holi-Fest in Bangkok
REUTERS

Holi-Fest in Bangkok

  • Abends ist es länger hell

Ja, die Nacht auf Sonntag war eine Stunde kürzer. Und man kann von der Zeitumstellung halten, was man mag. Aber Fakt ist: Abends bleibt es nun länger hell - und der Sommer ist gefühlt ein großes Stück näher gekommen. Außerdem war es in vielen Teilen Deutschlands am Osterwochenende frühlingshaft warm. Am Dienstag wird es zwar erst mal ein paar Grad kälter. Doch am Mittwoch klettern die Temperaturen zumindest im Süden wieder auf mehr als 15 Grad und die Sonne scheint fast überall, wenigstens hin und wieder. Wenn das keine gute Nachricht ist.

lov/ppl

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