Sydney - Eine Fähre mit mehreren hundert Menschen an Bord ist vor Papua-Neuguinea gesunken, 238 Passagiere wurden bislang gerettet. Zunächst hieß es, nur etwa 50 Personen hätten die Katastrophe überlebt.
Die australische Ministerpräsidentin Julia Gillard erklärte, zur Unglückszeit seien 350 Menschen auf der "MV Rabaul Queen" gewesen. "Dies ist offensichtlich eine größere Tragödie", sagte Gillard. Australien sei von Papua-Neuguinea um Hilfe gebeten worden.
Insgesamt seien acht Schiffe und drei Hubschrauber zur Unglücksstelle unterwegs, um bei der Rettung zu helfen. Australische Flugzeuge warfen Rettungsflöße ab. Die Betreibergesellschaft der Fähre hatte mitgeteilt, sie habe den Kontakt zur "MV Rabaul Queen" verloren. Das Schiff sei zwischen den Küstenstädten Kimbe auf der Insel New Britain und Lae auf Papua-Neuguinea unterwegs gewesen. Die Fähre soll ein Notsignal gesendet haben. Warum das Schiff kenterte und sank, ist zurzeit noch offen.
Die Bucht von Kimbe zieht als Taucherparadies Touristen aus aller Welt an. Ausländer sollen aber offenbar nicht an Bord der Fähre gewesen sein, teilte das australische Außenministerium mit.
jbr/dpa/AFP
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