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Autopsiebericht: Paul Walker starb an Aufprallverletzungen und Verbrennungen

Tod von Paul Walker: Verbrannt im Autowrack Fotos
AP/ Dan Watson/ The Santa Clarita Valley Signal

Die Gerichtsmedizin in Los Angeles hat die Todesursache von Paul Walker bekanntgegeben. Demnach starb der US-Schauspieler sowohl an schweren Verletzungen infolge des Unfalls als auch an Verbrennungen.

Los Angeles - Eine Obduktion hat ergeben, dass Hollywood-Star Paul Walker bei seinem schweren Autounfall an Verletzungen durch den Aufprall und Verbrennungen gestorben ist. Eine Kombination der Folgen des Unfalls und des anschließenden Feuers seien die Todesursache, teilte das gerichtsmedizinische Institut in Los Angeles mit.

Walker war am Samstag in einem Porsche Carrera GT gestorben. Der Wagen prallte im kalifornischen Santa Clarita offenbar gegen einen Laternenmast und einen Baum und ging in Flammen auf. Walker war Beifahrer, am Steuer saß sein Freund Roger Rodas, ein leidenschaftlicher Rennfahrer. Beide seien anhand ihrer Zähne inzwischen eindeutig identifiziert worden, so die Gerichtsmedizin. Die Männer seien "innerhalb von Sekunden" gestorben, zitierte die "Los Angeles Times" den Gerichtsmediziner Ed Winter. Die Ergebnisse der Drogen- und Alkoholtests könnten noch mehrere Woche auf sich warten lassen.

Walker, der vor allem durch die Erfolgskinoreihe "Fast & Furious" bekannt geworden war, wurde nur 40 Jahre alt. Die Produktion des siebten Teils der Reihe werde vorerst gestoppt, teilte Universal Pictures mit. Die Produktionsfirma wolle alle Optionen prüfen, das Projekt fortzusetzen.

Suche nach Unfallursache

Zwei bereits abgedrehte Filme mit Paul Walker sollen postum in den kommenden Monaten veröffentlicht werden. Mitte Dezember werde der mit einem sehr geringen Budget entstandene Streifen "Hours" im Internet zu sehen sein, und Anfang des kommenden Jahres solle das Drama "Brick Mansions" in die US-Kinos kommen, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf die Produzenten.

Gerade "Hours" habe Walker sehr am Herzen gelegen, sagte Produzent Peter Safran. "Paul war so stolz auf seine Leistung, er sah damit ein neues Kapitel in seiner Schauspielkarriere aufgeschlagen, in dem er wirklich als Schauspieler gesehen wird und nicht nur als Action-Star. Deswegen glauben wir, dass er gewollt hätte, dass der Film herauskommt." In "Hours" geht es um einen Vater, der nach einem verheerenden Wirbelsturm um das Leben seiner Tochter kämpft.

Die Unfallursache ist immer noch unklar. Rodas und Walker waren vor dem Unglück auf einer Veranstaltung der Organisation Reach Out Worldwide, die der Schauspieler selbst gegründet hatte. Bei dem Event sollten offenbar Spenden geworben werden für die Opfer des Taifuns "Haiyan" auf den Philippinen. Ein Gast der Veranstaltung hatte gesagt, Walker habe nur schnell etwas holen wollen, als er mit Rodas davonfuhr. Ermittler werten nun Aufnahmen von Überwachungskameras aus. Weitere Informationen erhoffen sie sich vom Bordcomputer des Porsches.

wit/dpa/AP

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