Philippinen: Heftiges Erdbeben erschüttert Manila

Ein Erdstoß der Stärke 6,2 hat die Hauptstadt der Philippinen und die umliegenden Provinzen erschüttert. Zunächst lagen keine Informationen über Schäden oder mögliche Opfer vor.

Manila - Angst in Manila: Als am Dienstag um 13.29 Uhr Ortszeit in der philippinischen Hauptstadt die Erde bebte, verließen Hunderte Menschen im Finanzbezirk Makati in Panik Büroräume und Geschäfte. "Es war sehr stark", sagte Elaine Francisco, Leiterin einer dort ansässigen Werbefirma. "Wir arbeiten auf der zehnten Etage des Gebäudes und hatten das Gefühl, dass wir über eine Minute lang geschüttelt wurden."

Sie habe die Tür geöffnet, um zu fliehen, aber genau in diesem Moment sei alles vorbei gewesen. Auch aus anderen Büros seien Menschen geflohen, später aber zurückgekehrt, als klar war, dass das Gebäude unversehrt war.

Wie das philippinische Institut für Seismologie mitteilte, lag das Epizentrum des Bebens etwa 100 Kilometer südwestlich von Manila im Meer in einer Tiefe von zehn Kilometern. Der Leiter des seismologischen Instituts Renato Solidum sagte, man habe das Beben in verschiedener Intensität in den Vororten der 12-Millionen-Einwohner-Metropole und den umliegenden Provinzen gespürt.

Den Behörden zufolge gibt es bisher keine Berichte über Schäden oder Opfer.

ala/AFP

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  • Donnerstag, 25.03.2010 – 08:28 Uhr
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Erdbebenstärken
Die Stärke eines Erdbebens wird mit Hilfe der Richterskala und anderer Skalen beschrieben. Der jeweils angegebene Wert, die Magnitude , kennzeichnet dabei die freigesetzte Energie.

Mittels Seismografen werden die Maximal amplituden (also die Ausschläge der Nadel) bestimmt, die umgerechnet von Erdbeben in 100 km Entfernung erzeugt worden wären. Der dekadische Logarithmus der gemessenen Maximalamplituden ergibt die Magnitude. Die Erhöhung der Magnitude um 1 bedeutet dabei eine 33-fach höhere Energiefreisetzung – ein Erdbeben der Magnitude 5,0 ist also 33-mal so stark wie eines der Magnitude 4,0. Die Skala wurde 1935 von Charles Francis Richter und Beno Gutenberg am California Institute of Technology entwickelt.

Genau genommen werden Erdbebenstärken jedoch heute in der Moment-Magnituden-Skala angegeben. Sie berücksichtigt neben der Energie auch die Größe des gebrochenen Gesteins. Die Bruchfläche lässt sich aus der Erdbebenmessung vieler Seismografen berechnen.

Die schwersten Erdbeben
1960 Chile, Valdivia , Stärke 9,5
1964 Großes Alaska-Beben , Stärke 9,2
2004 Seebeben vor Sumatra , Stärke 9,1
1952 Kamtschatka, Stärke 9,0
2010 vor Maule, Chile , Stärke 8,8
1906 vor Ecuador, Stärke 8,8






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