Philippinen Vulkan spuckt Lava 700 Meter hoch

Mächtige Lavafontänen und riesige Dampfwolken: Der Vulkan Mayon auf den Philippinen scheint kurz vor einem Ausbruch zu stehen. Zehntausende Anwohner haben sich bereits in Sicherheit gebracht.

DPA

Etwa 50 Mal ist der Vulkan Mayon rund 330 Kilometer östlich von Manila in den vergangenen 400 Jahren ausgebrochen. Am schlimmsten gebärdete er sich 1814 - damals starben 1200 Menschen.

Jetzt herrscht wieder Angst am Fuße des 2463 Meter hohen Berges. 40.000 Menschen sollen bereits das Weite gesucht haben, weil sie einen gewaltigen Ausbruch befürchten. Den Behörden zufolge spuckte der Mayon auch am Dienstag wieder mächtige Lavafontänen und Dampfwolken aus, Lava schoss bis zu 700 Meter in den Himmel, es regnete Asche auf die 200.000-Einwohnerstadt Legazpi.

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Philippinen: Mayon spuckt Lava 700 Meter hoch

Die Alarmstufe 4 wurde ausgerufen - das bedeutet, dass es innerhalb der nächsten Tage eine gefährliche Eruption geben könnte. Der Schulunterricht in der Provinz fällt vorerst aus. Zudem wurden Notunterkünfte eingerichtet.

Verletzte bei Vulkanausbruch in Japan

Während sich auf den Philippinen die Menschen in Sicherheit bringen, sind infolge eines Vulkanausbruchs in Japan mindestens zehn Personen verletzt worden.

Der 2160 Meter hohe Vulkan Kusatsu-Shirane hatte Felsbrocken auf eine Seilbahngondel geschleudert und damit eine Lawine ausgelöst. In der Gondel wurden Menschen durch Glassplitter verletzt. Ein Soldat starb in den Schneemassen, als er mit fünf Kameraden während einer Übung auf Skiern unterwegs war.

Die Behörden warnten vor Ascheregen und hoben die Warnstufe an, um Besucher von dem Gebiet in der Tokioter Nachbarprovinz Gumma fernzuhalten. Etwa 100 Besucher der Skianlage wurden in einem Gebäude vor den herabprasselnden Gesteinsbrocken in Sicherheit gebracht.

Japan zählt 110 aktive Vulkane. 47 davon werden nach Angaben der Zeitung "Asahi Shimbun" rund um die Uhr überwacht. Der Vulkan Kusatsu-Shirane war zuletzt im Dezember 1983 ausgebrochen.

ala/dpa



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