Betrunkene Touristen: Entführer von Pinguin Dirk müssen Strafe zahlen

Zwei Briten brachen in Australien betrunken in einen Tierpark ein und entführten Pinguin Dirk - nun wurden sie zu einer Geldstrafe verdonnert. Der Versuch der beiden Männer, am Morgen nach der Tat verkatert alles wiedergutzumachen, war gründlich danebengegangen.

Sydney - Die Geschichte erinnert ein wenig an die Komödie "Hangover", in der drei Freunde im Vollrausch in Las Vegas allerlei Unsinn anstellen. Nach einer durchzechten Nacht finden sie in ihrem Hotelzimmer unter anderem einen Tiger.

Ähnlich kurios ging es unlängst im australischen Queensland zu. Wie die BBC berichtet, drangen zwei betrunkene britische Touristen in einen Tierpark ein, schwammen mit Delfinen, hantierten in einem Hai-Gebäude mit einem Feuerlöscher und entführten schließlich einen Pinguin, der auch noch auf den Namen Dirk hört. Besser hätte es sich selbst Hollywood nicht ausdenken können.

Die Entführung ereignete sich bereits am 14. April, nun wurden die 20 und 21 Jahre alten Männer zu Geldstrafen in Höhe von 1000 Australischen Dollar (rund 780 Euro) verurteilt.

Sie hätten in der Tatnacht eineinhalb Liter Wodka getrunken, gaben die Briten an. Dirk hätten seine Mandanten nichts tun wollen, sagte ihr Anwalt. Als sie am Morgen mit einem Kater aufwachten, hätten sie den Pinguin in die Dusche gestellt und zu füttern versucht.

Bei allem guten Willen machten die Männer dennoch so ziemlich alles falsch. Sie setzten Dirk am Strand aus, ohne zu wissen, dass in den Gewässern vor Southport jede Menge Haie schwimmen. Strandbesucher alarmierten die Behörden, weil sie sahen, wie Dirk erst aus dem Wasser flüchtete und dann von einem Hund wieder hineingejagt wurde.

Inzwischen ist der Pinguin wieder im Tierpark. "Es gibt keinen Grund zur Sorge mehr", sagte eine Sprecherin des Sea-World-Parks. "Dirk ist zurück und mit seiner Freundin Peaches zusammen und es geht ihm gut - er wird wohl keine Langzeitschäden davontragen."

hut/dpa

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