Pipeline-Leck Ölteppich breitet sich vor Kalifornien aus

Ein Leck an einer Pipeline hat vor der Küste von Santa Barbara im US-Bundesstaat Kalifornien eine Ölpest verursacht. Etwa 80.000 Liter Erdöl sollen ausgelaufen sein.

AP/ Santa Barbara County Fire Department

Durch den Schaden an einer Pipeline vor Kalifornien sei Öl vor dem Strand Refugio State Beach ins Meer gelangt, teilte die US-Küstenwache mit. Wie die "Los Angeles Times" unter Berufung auf die Küstenwache berichtete, hat sich ein Ölfilm auf dem Wasser ausgebreitet.

Die Online-Ausgabe der Zeitung zeigte ein Video, auf dem zu sehen ist, wie schwarzer Schlamm an die Küste schwappt und sich auf dem Strand ablagert. Der Ölteppich soll sich auf einer Länge von sechseinhalb Kilometern ausgebreitet haben.

Mehrere Stunden nach Entdeckung des Lecks habe der Betreiber der Ölleitung, das in Houston ansässige Unternehmen Plains All America Pipeline, die Lage unter Kontrolle gebracht, hieß es. Die Pipeline wurde geschlossen, angeblich fließt kein weiteres Öl mehr ins Meer. Spezialisten dämmten den Ölteppich im Pazifik ein. Refugio State Beach und die umliegenden Fischereibetriebe wurden geschlossen.

Video: Schwarze Strände bei Santa Barbara

Örtlichen Medien zufolge waren etwa 80.000 Liter Erdöl ausgelaufen. Der Ölteppich sei mehr als sechs Kilometer lang, teilte die Küstenwache über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Was zum Bruch der etwa 18 Kilometer langen, im Jahr 1991 gebauten Pipeline geführt hat, ist noch unklar. Die Ursache für die Leckage wird derzeit untersucht.

Über die Folgen für die Umwelt kann derzeit nur spekuliert werden. "Es ist schrecklich", sagte der 35-jährige Brett Connors aus Santa Monica der "Los Angeles Times". Er habe Seelöwen dabei beobachtet, wie sie mitten im Ölteppich schwammen. "Ich würde am liebsten ins Wasser springen und sie retten."

Der demokratische Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, beobachte die Situation "mit großer Sorge", sagte ein Sprecher.

ala/dpa/AFP



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