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Piraterie: Zweites Kreuzfahrtschiff fährt ohne Passagiere durch Golf von Aden

Die Sicherheit von Handelsfrachtern geht vor: Weil Kreuzfahrtschiffe im Golf von Aden beim Schutz vor Piraten nicht auf die Marine setzen können, hat nun schon der zweite deutsche Luxusliner die Passage nur ohne seine Passagiere an Bord gewagt.

Bremen - Aus Furcht vor einem Piratenüberfall fährt nach der "MS Columbus" ein zweites deutsches Kreuzfahrtschiff ohne Passagiere durch den Golf von Aden.

Die etwa 200 Gäste der "MS Vistamar" werden drei Tage im Jemen an Land verbringen, während das Schiff nur mit der Besatzung an Bord die Gewässer am Horn von Afrika durchquert. Das teilte der Veranstalter Plantours & Partner aus Bremen am Freitag mit.

Damit reagiert das Unternehmen nach eigenen Angaben auf die Entscheidung der Bundesregierung, in diesem Seegebiet "keine erweiterten Schutzmaßnahmen für Kreuzfahrtschiffe mit EU-Flagge und deutschen Reisegästen zu unternehmen".

Am Mittwoch hatte bereits Hapag-Lloyd Kreuzfahrten aus Furcht vor Piraten seine Gäste im Jemen von der "MS Columbus" geholt und für einen dreitägigen Zwischenaufenthalt nach Dubai fliegen lassen.

Für den Golf von Aden gilt seit einiger Zeit eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. In den vergangenen Tagen hatten deshalb mehrfach Politiker von den Reedereien gefordert, Kreuzfahrten durch das Gewässer ganz zu unterlassen.

pad/dpa

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