Polen Mindestens ein Toter bei Bergwerksunglück

Rettungskräfte suchen im Süden Polens unter Tage nach vier vermissten Bergleuten. Mindestens ein Kumpel kam bei dem Minenunglück in Jastrzebie-Zdroj ums Leben.

Kohlebergwerk in Jastrzebie-Zdroj
REUTERS/Agencja Gazeta

Kohlebergwerk in Jastrzebie-Zdroj


Bei einem Minenunglück im Süden Polens ist mindestens ein Bergmann gestorben. Der Kumpel sei zunächst bewusstlos geborgen worden, sagte Bergwerksdirektor Daniel Ozon dem Fernsehsender TVN24. Später gaben behandelnde Ärzte den Tod des Mannes bekannt. Nach vier weiteren Bergleuten wird noch gesucht. Lebenszeichen von ihnen gibt es bislang nicht, wie Ozon mitteilte.

Nach Angaben der staatlichen Bergbaubehörde war es im Stollen Zofiowka des Kohlebergwerks von Jastrzebie-Zdroj an der tschechischen Grenze am Samstagmittag zu einer Erschütterung gekommen. Sieben Bergleute seien in rund tausend Metern Tiefe eingeschlossen worden. Die Rettungsaktion, bei der sich mehr als 200 Helfer schichtweise abwechselten, werde durch eine sehr hohe Methankonzentration im Stollen behindert, erklärte ein Sprecher der Rettungsmannschaften laut TVN24.

Zwei der eingeschlossenen Kumpel waren schon am Samstag befreit worden. Sie waren nach Angaben der Bergwerksleitung verletzt, aber bei Bewusstsein und nicht in Lebensgefahr. Regierungschef Mateusz Morawiecki war noch am Abend persönlich nach Jastrzebie-Zdroj gereist, um die Geretteten zu besuchen und sich über die Rettungsaktion zu informieren.

wit/dpa



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