"Survivor R" der deutschen Polizei 6,9-Liter-Maschine, Allrad, Panzerstahl

Viel sicherer kann man auf Deutschlands Straßen wohl nicht unterwegs sein: Der "Survivor R" ist schwer gepanzert, Insassen sind durch eine Lüftungsanlage sogar vor giftigen Gasen geschützt.

Rheinmetall Defence

Bei der Hamburger Polizei ist bereits seit einigen Monaten ein Panzerwagen vom Typ "Survivor R" im Einsatz, Sachsen hat zwei dieser Modelle geordert. Entwickelt hat das Spezialfahrzeug der Rüstungskonzern Rheinmetall gemeinsam mit dem Lkw-Hersteller MAN.

Laut Hersteller ist das je nach Ausstattung mindestens 13 Tonnen schwere Fahrzeug gegen Beschuss und Sprengfallen gesichert. Die Fenster bestehen aus zehn Zentimeter dickem Spezialglas. Außerdem sind auf dem Dach Werfer für Reizgas- oder Nebelgranaten montiert.

Nach außen hermetisch abgedichtet, kann man die Atemluft filtern, bevor sie in den Innenraum gepumpt wird. Durch diese Lüftungsanlage werden die bis zu zehn Insassen auch vor Gas geschützt.

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Polizei: Schwer gepanzertes Spezialfahrzeug

Der sechseinhalb Meter lange "Survivor" - zu Deutsch: Überlebender - baut auf einem Lkw-Chassis auf. Angetrieben wird er von einem 6,9-Liter-Motor mit 330 PS. Die Kabine besteht aus schwerem Panzerstahl. Er verfügt über Allradantrieb und ist gut hundert Kilometer pro Stunde schnell. Der Grundpreis soll bei rund 500.000 Euro liegen.

Der "Survivor" war im Sommer vergangenen Jahres auf einer Fachmesse für Polizeiausrüstung in Leipzig präsentiert worden. Dabei hatte sich auch Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) informieren lassen. Mit den beiden bestellten Spezialfahrzeugen will Sachsen auf mögliche Amok- und Terrorlagen reagieren.

wit/dpa



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