Drohnenflüge bei Sicherheitskonferenz Hobbypiloten drohen Strafverfahren

Die Polizei hat vier Piloten erwischt, die mit ihren Hobbydrohnen ins Sperrgebiet um die Münchener Sicherheitskonferenz eingeflogen sind. Der jüngste war erst zwölf Jahre alt.

Octocopter
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Die Münchner Polizei warnt vor Drohnenflügen während der Sicherheitskonferenz. Hobbypiloten würden sich unnötigen Ärger einhandeln, wenn sie Drohnen in einem Umkreis von 5,5 Kilometern um das Veranstaltungshotel aufsteigen lassen, erklärte ein Polizeisprecher am Samstag.

Am Vortag hätten die Beamten in der Verbotszone sieben illegale Flüge mit ferngesteuerten Fluggeräten registriert. Vier Hobbypiloten im Alter von 12, 14, 16 und 54 Jahren seien dabei erwischt worden. Ihnen drohen nun Strafverfahren.

Das Luftverkehrsgesetz sieht in solchen Fällen eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe vor. Bei Fahrlässigkeit droht eine Gefängnisstrafe von bis zu sechs Monaten oder eine Geldstrafe in Höhe von bis zu 180 Tagessätzen.

Das Bundesverkehrsministerium hatte für die Dauer der Sicherheitskonferenz zwischen Freitagmorgen (7.00 Uhr) und Sonntagabend (19.00 Uhr) eine Flugverbotszone rund um das Hotel erlassen. Das Sperrgebiet reicht vom Boden bis zur sogenannten "Flugfläche 100", was rund 3000 Meter Höhe entspricht.

Es gibt nur wenige Ausnahmen

Das Flugverbot in diesem Bereich gilt ausdrücklich für "alle Flüge einschließlich des Betriebs von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen." Damit erstreckt es sich auch auf die umgangssprachlich als Drohnen bezeichneten Multicopter, die meist mit vier, gelegentlich auch mit sechs oder mehr Propellern ausgestattet sind.

Von den Flugbeschränkungen rund um den Veranstaltungsort ausgenommen, sind laut Deutscher Flugsicherung "Staatsluftfahrzeuge im Zusammenhang mit der Sicherheitskonferenz, Flüge der Polizei, Flüge im Rettungs- und Katastrophenschutzeinsatz sowie grundsätzlich Flüge nach Instrumentenflugregeln in Flughöhen von 5500 Fuß über dem Meeresspiegel."

Der Polizeisprecher betonte, keine der am Freitag registrierten Drohnen sei in unmittelbarer Nähe des Veranstaltungshotels geflogen.

mak/dpa

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