New York - Die Empfänger sprechen von einem "Schatz", der in ihrem Briefkasten gelandet ist: Mit fast 70 Jahren Verspätung ist eine Postkarte in Elmira im US-Bundesstaat New York angekommen. Sie war an Pauline und Theresa Leisenring adressiert, doch die wohnen längst nicht mehr in der Bridgman-Straße, sie starben vor Jahrzehnten. Stattdessen nahmen die jetzigen Bewohner, Adam und Laura Rundell, die Karte in Empfang. "Sie war wie neu", zitiert die Zeitung "Star-Gazette" das Paar.
Geschrieben wurde sie von den Eltern von Pauline und Theresa, sie besuchten im Jahr 1943 ihren Sohn George im Militärlager in Camp Grant, Illinois. "Liebe Pauline und Theresa, wir sind gut angekommen, hatten eine gute Reise, aber wir sind müde. Geo sieht gut aus, wir sind heute (Sonntag) gemeinsam Essen gegangen. Jetzt sind wir im Park. Geo muss um zwölf Uhr wieder in Grant sein. Haben nicht viel von ihm gesehen. Heute Abend machen wir ihm Pancakes. Bis bald, alles Liebe, Mama, Dad."
"Von so etwas hören wir nur alle Jubeljahre mal", sagte eine Postsprecherin aus Buffalo der Zeitung. Warum genau die Postkarte erst jetzt aufgetaucht sei, wisse sie nicht. Aber so lange eine lesbare Adresse vermerkt sei, würden die Botschaften zugestellt - egal, wie alt sie sind.
aar/AP
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH