Prag Fußgängerbrücke stürzt in die Moldau

Beim Einsturz einer Fußgängerbrücke in Prag sind vier Menschen verletzt worden. Der Schiffsverkehr musste eingestellt werden.

Einsatzkräfte
AP

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In Prag ist eine mehr als 250 Meter lange Fußgängerbrücke eingestürzt. Nach Angaben der tschechischen Rettungskräfte wurden dabei vier Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer.

Spaziergänger hatten den Einsturz beobachtet und sofort die Rettungskräfte alarmiert. Der Schiffsverkehr auf der Moldau wurde gewarnt und vorübergehend eingestellt.

Eine Sprecherin der Rettungssanitäter sagte, ein 60-jähriger Mann sei ins künstliche Koma versetzt worden. Eine 63-Jährige habe zahlreiche Verletzungen erlitten. Zwei 34 und 43 Jahre alte Männer seien notversorgt und dann ebenfalls ins Krankenhaus gebracht worden.

Statiker sollen Einsturzursache klären

Die Brücke verband den nördlichen Prager Stadtteil Troja, wo sich der Botanische und der Zoologische Garten befinden, mit der sogenannten Kaiserinsel. Die Hängekonstruktion der Brücke stammte aus dem Jahr 1984. Der drei Meter breite Gehweg aus Betonplatten war an Stahlseilen aufgehängt.

Warum die Brücke für Fußgänger und Fahrradfahrer einstürzte, soll nun ein Statiker klären. Medienberichten zufolge war gerade eine regelmäßige Routinekontrolle mit Messungen im Gang. Der Stadtrat hat eine Sondersitzung einberufen. Tschechische Medien berichteten, eine für die Prager Brücken zuständige Firma habe bereits vor einiger Zeit auf Korrosion an den Stahlseilen der Betonbrücke hingewiesen.

brk/dpa/AFP



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