Prinz Harry Vom Party-Schwein zur Front-Sau

Das Ende seiner Offiziersausbildung hatte Prinz Harry bereits spektakulär in einem Stripclub gefeiert. Nun folgte die offizielle Feier. Erstmals seit 15 Jahren hatte sich die Queen auf den Weg zu einer Parade frisch ausgebildeter Offiziere gemacht - um ihren Enkel salutieren zu sehen.


Camberley - Einsatzfreudig soll er gewesen sein, geschickt und darüber hinaus ein Vorbild für die ganze Truppe. An der Militärakademie Sandhurst zeigten sich die Ausbilder hoch zufrieden mit Prinz Harry. Der 21-jährige Royal, der zuvor bei seiner Schulausbildung in Eton nicht gerade geglänzt hatte, beendete seine Ausbildung zum Offizier nun als einer der besten.

Das Ende der Ausbildung durfte er heute Mittag gemeinsam mit 200 Absolventen der Elite-Militärakademie feiern. Zu der Zeremonie kamen außer seiner Großmutter auch Vater Charles und Stiefmutter Camilla. Der zwei Jahre ältere Bruder William, der derzeit noch in Sandhurst in der Ausbildung steckt, verfolgte die Parade zusammen mit anderen Offiziersschülern.

Am Vorabend war Harrys Freundin Chelsy Davy aus Südafrika eingeflogen. Offenbar hat sie ihm seine jüngsten Eskapaden verziehen. Harry hatte mit Freunden zur Feier des Abschlusses einen Striptease-Club besucht und nahm dort eine der Tänzerinnen auf den Schoß.

Auch zuvor war er bereits durch ausschweifendes Partyleben und rüpelhaftes Benehmen aufgefallen. So prügelte er sich mit einem Fotografen und tauchte bei einer Fete im Hakenkreuz-Kostüm auf. Chelsy will mit ihm in den nächsten Tagen einen Strandurlaub in Mosambik verbringen.

Danach beginnt der Ernst des Lebens: Harry wird seine Offizierslaufbahn bei den "Blues and Royals" starten, einem traditionsreichen Regiment, das an Einsätzen im Irak und demnächst auch in Afghanistan beteiligt ist. Es gehört zur "Household Cavalry", der Gardetruppe der Queen.

Der Prinz kann nun tatsächlich in Krisengebiete abkommandiert werden. Ungeachtet der Zugehörigkeit zur königlichen Familie sei sein Einsatz in Konfliktzonen "sehr gut möglich", erklärte heute der für London - und damit für Harrys unmittelbares, nächstes Einsatzgebiet - zuständige Oberkommandierende, Generalmajor Sebastian Roberts.

str/AFP/dpa


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