Billig-Silikon: Ehemaliger PIP-Chef entschuldigt sich bei Opfern

Im Strafprozess gegen die Verantwortlichen des Skandals um Brustimplantate aus Billig-Silikon hat sich der ehemalige Hersteller, Jean-Claude Mas, bei den Opfern entschuldigt. Er hoffe, der Ausgang des Verfahrens werde die Patientinnen stärken, sagte der Hauptangeklagte.

Marseille - Im Prozess um mit Industriesilikon gefüllte Brustimplantate hat der Hauptangeklagte Jean-Claude Mas die Opfer um Verzeihung gebeten. "Ich bitte die Patientinnen um Entschuldigung für die Täuschung durch PIP und hoffe, dass der Ausgang des Verfahrens sie stärken wird", sagte der Gründer des Herstellerunternehmens PIP während der Verhandlung in Marseille.

Mas und vier ebenfalls angeklagten ehemaligen Mitarbeitern drohen in dem Prozess wegen Betrugs und schwerer Verbrauchertäuschung bis zu fünf Jahre Haft. Weltweit haben Chirurgen Schätzungen zufolge Hunderttausende Silikonkissen des französischen Unternehmens implantiert. Auch in Deutschland sind mehr als 5000 Frauen betroffen. Das mittlerweile insolvente Unternehmen PIP soll jährlich eine Million Euro durch den Betrug gespart haben.

gam/dpa

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  • Freitag, 26.04.2013 – 18:46 Uhr
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