Hurrikan "Maria" Puerto Rico gibt Zahl der Toten jetzt mit 2975 an

64 Menschen seien auf Puerto Rico durch den verheerenden Hurrikan "Maria" gestorben, hieß es bisher von offizieller Seite. Nun wurde die Zahl deutlich erhöht - auf 2975.

Hurrikan-Schäden in San Juan, Puerto Rico
David Santiago/Miami Herald/AP

Hurrikan-Schäden in San Juan, Puerto Rico


Die Regionalregierung des US-Außengebietes Puerto Rico hat die offizielle Zahl der Todesopfer nach dem Hurrikan "Maria" im vergangenen Jahr von bisher 64 auf 2975 hochgesetzt. Gouverneur Ricardo Rosello erteilte den Behörden eine entsprechende Anweisung, nachdem eine entsprechende Studie mit der neuen Opferzahl der George-Washington-Universität bekannt geworden war.

Laut der Untersuchung der Wissenschaftler - die von der Regionalregierung in Puerto Rico mit initiiert worden war - starben in dem US-Außengebiet in den sechs Monaten, nachdem "Maria" auf Land getroffen ist, 2975 Menschen, deren Tod in Zusammenhang mit dem Sturm gebracht werden kann

Die Studie vergleicht die Sterblichkeit in Puerto Rico in den sechs Monaten nach dem Hurrikan mit der in Jahren, in denen kein Wirbelsturm gewütet hatte. Sie bezog auch die Sterblichkeit unter den Menschen mit ein, die die Insel wegen des Sturmes hatten verlassen müssen. Es handelt sich um eine rein statistische Studie - die genauen Todesursachen wurden nicht untersucht.

Im vergangenen Mai war bereits eine Studie zu den Folgen von "Maria" erschienen. Laut diesen Forschungen der Universität Harvard starben an den Hurrikanfolgen 4645 Menschen.

"Maria" hatte Puerto Rico am 20. September 2017 getroffen. Experten stuften den Hurrikan auf die höchste Kategorie ein, er sorgte für großflächige Zerstörungen und für Stromausfälle auf der gesamten Insel: Betroffen waren alle 3,4 Millionen Einwohner - und auch die Krankenhäuser.

Der US-Regierung von Donald Trump war seit langer Zeit vorgeworfen worden, die Unwetterfolgen im spanischsprachigen Puerto Rico - anders als etwa in ebenfalls betroffenen US-Bundesstaaten wie Florida oder Texas - nicht ausreichend bekämpft zu haben. Unter anderem litten die Menschen in Puerto Rico monatelang unter dem Ausfall von Strom. Dies wiederum behinderte die Bergungs- und Aufräumarbeiten. Fast ein Jahr nach dem Sturm ist die Stromversorgung noch immer nicht vollständig wiederhergestellt.

Das Weiße Haus verteidigte seine Linie. Man habe 12.000 Mann starke Hilfsmannschaften nach Puerto Rico geschickt und jede mögliche Hilfe erteilt. Trump habe angeordnet, die Notfallkosten für Puerto Rico für ein volles Jahr zu 100 Prozent über den Bund zu tragen - dies habe es niemals zuvor gegeben. Washington werde Puerto Rico noch auf Jahre helfen, sagte seine Sprecherin Sarah Sanders.

aar/dpa

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