Rabatt-König Kurt Biedenkopf kauft bei Ikea besonders billig

Sachsens Ministerpräsident Kurt Biedenkopf und seine Frau Ingrid haben bei einem Möbelkauf in der Dresdner Ikea-Niederlassung 15 Prozent Rabatt durchgesetzt. Ikea gewährt eigentlich grundsätzlich keinen Rabatt.


Ingrid und Kurt Biedenkopf wissen wie man spart
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Ingrid und Kurt Biedenkopf wissen wie man spart

Dresden - "Ein einziges Mal" sei man von dem Grundsatz abgewichen, keinen Rabatt zu geben, sagte eine Sprecherin der Deutschlandzentrale des schwedischen Möbelhauses der in Dresden erscheinenden "Sächsischen Zeitung". Es entspreche nicht den Gepflogenheiten des Hauses, Prominenten einen Rabatt einzuräumen. Ein Mitarbeiter in Dresden habe falsch entschieden.

Der Dresdner Regierungssprecher Michael Sagurna bestätigte den Vorgang auf Anfrage. Es habe sich allerdings überwiegend um Weihnachtseinkäufe für einen karitativen Verein gehandelt, für den sich Ingrid Biedenkopf engagiere. Dem Zeitungsbericht zufolge hatte der Ministerpräsident vor einer Woche mit seiner Ehefrau das Ikea- Möbelhaus aufgesucht. Die Kassiererin habe zunächst keinen Rabatt auf Ware im Wert von 880 Mark gewähren wollen. Doch die Biedenkopfs hätten mit Hinweis auf das Rabattgesetz auf eine Vergünstigung bestanden, bis der Abschlag schließlich gewährt worden sei. Der Dresdner Regierungschef habe 132 Mark Preisnachlass an der Kasse für Mitarbeiter ausbezahlt erhalten.

Kurt Biedenkopf und seine Ehefrau sind seit Monaten in den Schlagzeilen. Unter anderem war dem Ministerpräsidenten in der so genannten Mietaffäre im Sommer vorgeworfen worden, für die private Nutzung seines Dienstsitzes zu wenig Miete bezahlt zu haben.



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