Klebeband und Kabelbinder: Randalierender Passagier an Flugzeugsitz gefesselt

Er schrie, spuckte, würgte andere Passagiere: Ein Betrunkener hat sich auf einem Flug von Island nach New York so daneben benommen, dass Crew und Mitreisende zu drastischen Mitteln griffen. Sie fesselten den Krawallmacher mit Klebeband und Kabelbindern an seinen Sitz.

New York - Ein betrunkener Passagier hat auf einem Flug von Island nach New York so extrem gepöbelt, dass er an seinen Sitz gefesselt werden musste. Der Mann habe geschrien, getobt, gespuckt und seine Sitznachbarin gewürgt, berichteten US-Medien am Wochenende. Die Crew und andere Passagiere hätten den Tobenden dann mit Plastik-Kabelbindern und Klebeband an seinen Sitz gefesselt. Auch sein Mund wurde überklebt.

Ein von einem Mitreisenden gemachtes Foto zeigt den gefesselten Mann. Der Mitreisende schrieb in seinem Blog, der Gefesselte habe viel Alkohol getrunken und sei danach aggressiv geworden.

Ein Sprecher der Fluglinie IcelandAir bestätigte den Vorfall vom Donnerstag am Wochenende dem Nachrichtensender CNN. Das Verhalten des Mannes habe eine Gefahr dargestellt, sagte der Sprecher. "Um die Sicherheit der Menschen an Bord zu gewährleisten", seien die Fesselmaßnahmen notwendig gewesen. Man habe den Mann auch zu dessen Sicherheit überwacht.

Die Verwendung von Klebeband und Kabelbindern sei normal und angemessen, wenn es gelte, einen Passagier unter Kontrolle zu bringen. "Diese Ausrüstung ist an Bord aller unserer Flüge, falls es zu einem Vorfall wie diesem kommt." Der Mann sei am Flughafen in New York festgenommen und in ein Krankenhaus gebracht worden. Laut CNN wurden gegen ihn keine juristischen Schritte eingeleitet.

Erst vor wenigen Tagen hatten zwei stark alkoholisierte Britinnen auf einem Flug von London nach Tunis randaliert. Das Flugzeug musste außerplanmäßig in Lyon landen, um die Frauen dort der Polizei zu übergeben. Sie wurden in eine Ausnüchterungszelle gesteckt und anschließend nach Großbritannien zurückgeschickt.

ulz/dpa

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