Gesägt, getan

Gesägt, getan Leser zeigen ihre Gärten, Teil 2

Christian Ries

Von


Grün, grün, grün sind alle ihre Farben: Die Gärten der SPIEGEL-ONLINE-Leser sind wahre Oasen - zumindest für all jene, die den Rasen nicht pflegen müssen. Die besten Bilder.

Wie kriegt man ihn denn nun hin, den perfekten Rasen? Nach Dutzenden Leserzuschriften bin ich in dieser Frage immer noch verwirrt, wenn auch auf höherem Niveau. Das hängt vor allem damit zusammen, dass Perfektion von den Leuten sehr unterschiedlich ausgelegt wird.

Das Ideal mancher "Gesägt, getan"-Leser ist eine bunte Wiese als Tummelplatz für Insekten und andere Tiere. Doch so ein Biotop vor der Tür ist nicht jedermanns Sache. Viele finden einen gepflegten Rasen einfach schön - Grashalm dicht an Grashalm.

Diese Unterschiede wurden deutlich, als bei "Gesägt, getan" ein erster Schwung an Bildern aus Gärten der Leser erschien. Daraufhin schrieben mir noch einmal etliche Gartenfreunde und schickten weitere Fotos, die Sie hier sehen können.

Es kamen Bilder von naturnahen Gärten, wahren Blumenparadiesen, mühsam in Schuss gebrachten Vorgärten, Grünflächen in der Größe innerstädtischer Parks, zumindest gefühlt. Selbstverständlich ging die Diskussion über vertikutieren, mähen, gießen und düngen weiter. Mein Tipp: Machen Sie, was Sie wollen - es gibt Gegner und Befürworter jeder dieser Arbeiten. Sie haben also immer Mitstreiter.

Die Leser berichteten von ihrer Rasenpflegeroutine, ihren Erfolgen, Fehlversuchen und dem immerwährenden Kampf gegen Unkraut. Aber auch von der Freude, die sie beim Anblick ihres Gartens empfinden.

So unterschiedlich Gärten und Pflege auch sein mögen - eine Gewissheit ist unumstritten: Gar keinen Aufwand hat nur, wer Wildwuchs im Garten hinnimmt. Von den "Gesägt, getan"-Lesern möchte das offenbar nur ein kleinerer Teil. Der große Rest wäre wohl eher im Fundi-Flügel der von mir propagierten DRP (Deutsche Rasen Partei) beheimatet, das klar umrissene Ziel der gepflegten, saftig-grünen Rasenfläche im Sinn.

Fotostrecke

18  Bilder
Zwischen Rasen und Blumenbeet: Die Gärten der Leser

Die DRP hat wirklich Potenzial, finde ich. Ich frage mich, ob ich da versehentlich auf eine politische Marktlücke gestoßen bin. In Gedanken sehe ich sie schon vor mir, meine politische Graswurzelbewegung.

Alle Gartenbesitzer ließen sich freilich nicht für die DRP begeistern. So wie die Leserin, die für die - abgesehen vom Betonieren - vielleicht radikalste Lösung plädierte: ein Garten mit Teich, Kiesbeet, aber ohne Rasen.

Kein Rasen? Bei allem Frust: Das wäre dann doch nichts für mich.

  • DPA
    Als Kind stellte er im heimischen Keller Holzschwerter in Massenproduktion her. Heute prüft er mit der Wasserwaage, ob der Haussegen schief hängt. SPIEGEL-ONLINE-Redakteur Benjamin Schulz ist Bastler aus Leidenschaft und Notwendigkeit. Er hat wenig Erfahrung und keine Fachkenntnis, dafür fehlt ihm oft das passende Werkzeug.
  • Im Blog "Gesägt, getan" schreibt er über seine Basteleien und den mühsamen Weg zur Heimwerker-Erleuchtung.

  • E-Mail an den Autor
Benjamin Schulz auf Twitter:



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3 Leserkommentare
Methusalixchen 21.06.2017
upalatus 21.06.2017
Miere 22.06.2017

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