Rauchvergiftung 29 Verletzte bei Wohnhausbrand in Recklinghausen

Kleine Ursache, große Wirkung: Beim Brand eines Kinderwagens in einem Treppenhaus haben 29 Menschen Rauchvergiftungen erlitten. Sie mussten mit Leitern aus den Fenstern gerettet werden.


Der Alarm kam um kurz nach Mitternacht: Im Recklinghausener Stadtteil Suderwich brannte es in einem Mehrfamilienhaus - ein im Treppenhaus abgestellter Kinderwagen war in Flammen aufgegangen. Das Feuer wurde zwar schnell gelöscht, wie die Feuerwehr Recklinghausen auf ihrer Website meldete, doch durch den Kamineffekt war der dichte Rauch schnell durchs gesamte Haus gezogen. Ein Teil der Bewohner kam nicht mehr über die Treppe aus dem Haus und musste mit Leitern aus den Fenstern gerettet werden.

Zum Zeitpunkt des Brandes waren 29 Bewohner im Haus - zwanzig Erwachsene und neun Kinder. Alle wurden direkt vor Ort in einem Linienbus von Notärzten untersucht. Acht Menschen hatten laut Feuerwehr Recklinghausen durch den Rauch schwere Verletzungen erlitten, die übrigen waren mit leichten Verletzungen davongekommen. Zwanzig Patienten wurden im Anschluss in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Die Feuerwehr war mit zwei Löschzügen und 60 Mann im Einsatz, aus Dortmund hatte sie zusätzlich die Einheit zur überregionalen Hilfe bei einem Massenanfall von Verletzten (Ü-ManV) angefordert. Außerdem im Einsatz: elf Krankenwagen und fünf Notärzte.

Das Gebäude ist derzeit nicht mehr bewohnbar. Wie der Kinderwagen im Treppenhaus in Brand geriet und wie hoch der Schaden am Haus sein wird, konnten die Behörden zunächst nicht sagen.

oka/dpa



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