"Teuerste Scheidung der Geschichte" Russischer Oligarch muss Exfrau vier Milliarden Franken zahlen

Scheiden tut weh: 4.020.555.987,90 Schweizer Franken muss der russische Oligarch Dmitrij Rybolowlew angeblich seiner Exfrau zahlen, umgerechnet knapp 3,3 Milliarden Euro.

Dmitrij Rybolowlew (l.): Milliarden an die Ex-Frau
AFP

Dmitrij Rybolowlew (l.): Milliarden an die Ex-Frau


Genf - Michael Douglas musste 45 Millionen Dollar für die Scheidung von Diandra zahlen, Roman Abramowitsch zahlte seiner Frau Irina angeblich sogar 300 Millionen Dollar. Doch gegen das, was Elena Rybolowlew von ihrem Exmann bekommen soll, sind das nur Kleckerbeträge.

Ein Schweizer Gericht hat entschieden, dass der russische Oligarch Dmitrij Rybolowlew seiner Exfrau Elena mehr als vier Milliarden Schweizer Franken (etwa 3,3 Milliarden Euro) zahlen muss. Das berichten der "Guardian" und der Schweizer "Blick". Die genaue Summe beträgt demnach 4.020.555.987,90 Schweizer Franken, fast die Hälfte des Vermögens des Unternehmers. Hinzu kommen noch Wertgegenstände wie etwa Schmuck und Juwelen.

Elena Rybolowlewas Anwalt Marc Bonnant sprach nach dem Urteil, das bereits am 13. Mai fiel, aber erst am Montag öffentlich gemacht wurde, von der "teuersten Scheidung der Geschichte". Sechs Jahre hatte das Verfahren gedauert, Elena bekam nun auch das Sorgerecht für Tochter Anna (13 Jahre alt) zugesprochen.

Der russische "Düngerkönig" will die vier Milliarden Franken jedoch nicht zahlen. Er ließ über seine Anwältin mitteilen, das Urteil anfechten zu wollen.

Der Unternehmer hatte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ein Vermögen mit Düngemittel gemacht, laut dem Magazin "Forbes" verfügt Rybolowlew über 9,5 Milliarden Dollar. Damit zählt er zu den 100 reichsten Menschen der Erde. Er besitzt zudem seit 2011 durch seine Firma Mehrheitsanteile des französischen Fußballklubs AS Monaco.

Dmitrij Rybolowlew und Elena hatten sich als Studenten kennengelernt und vor 27 Jahren auf Zypern geheiratet. 2004 erregte das Paar Aufsehen, als es in Cologny am Genfer See für 86 Millionen Schweizer Franken eine Kopie des Versailler Schlosses Petit Trianon bauen wollte. Die Behörden untersagten den Bau jedoch.

bka

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