Rekordfund im Hamburger Hafen 2,5 Tonnen Haschisch sichergestellt

Im Hamburger Hafen ist Zollfahndern ein gewaltiger Schlag gegen Drogenschmuggler gelungen: In einem aus dem Senegal eingeschifften Wohnmobil entdeckten sie 2,5 Tonnen Haschisch - das ist fast soviel, wie im gesamten vergangenen Jahr in ganz Deutschland beschlagnahmt wurde.


Hamburg - "Es handelt sich mit Sicherheit um den bedeutendsten Fund der vergangenen Jahre", erklärte der Sprecher der Zollfahndung, Kai Bukowski. Zunächst war unklar, ob die Drogen für den niederländischen oder den deutschen Markt bestimmt waren.

Das in den Niederlanden zugelassene Mercedes-Wohnmobil war aus dem Senegal verschifft worden. Die Ermittlungsgruppe Hafen veranlasste eine Kontrolle. "Auf den ersten Blick war in dem Wagen nichts zu sehen", betonte Bukowski. Erst bei einer Röntgenüberprüfung hätten die Fahnder die Drogen in Hohlräumen des Fahrzeugs entdeckt.

Ein in Amsterdam lebender 50 Jahre alter Brite, der das Fahrzeug abholen wollte, wurde festgenommen. Bei der Vernehmung gab der Brite an, er sei als Kurier angeworben worden. Für den Haschisch-Transport sei ihm eine Belohnung von 20.000 englischen Pfund in Aussicht gestellt worden. Der Haftrichter erließ Haftbefehl. Im vergangenen Jahr wurden durch den Zoll bundesweit drei Tonnen Haschisch sichergestellt.



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