Rekordsumme für altes Gebäck: Kekspedition zum Südpol

Biskuit international: Das Auktionshaus Christie´s hat in London einen Keks für 1500 Euro versteigert. Zum Verzehr ist die 103 Jahre alte Backware kaum geeignet. Doch um ein Haar hätte sie den Südpol erreicht.

Rekord-Auktion: Sammler bietet 1500 Euro für alten Keks Fotos
AFP

London - Sir Ernest Henry Shackleton war ein Mann der Planung. Den Teilnehmern seiner Expedition Nimrod zum Südpol wäre 1908 um ein Haar gelungen, was vor ihnen viele versucht hatten. Doch 180 Kilometer vor dem Ziel schlug das Wetter um, und der Proviant wurde knapp.

Shackletons Männer überlebten, weil ihr Führer Tausende Biscuit-Keksen der Firma Huntleys and Palmers eingepackt hatte. Sie waren reich an Proteinen und speziell für die Expedition gebacken worden.

Als Shackleton einem ausgehungerten Expeditionsteilnehmer einen seiner Kekse gab, schrieb dieser in sein Tagebuch, er würde diesen Keks nicht gegen "tausende Pfund" eintauschen.

Der Mann konnte nicht ahnen, dass er nicht Recht behalten sollte. Ein anonymer Privatsammler ersteigerte nun beim Auktionshaus Christie´s einen der Shackleton-Kekse für 1500 Euro. Er war in einem Unterstand im Basislager der Mannschaft gefunden worden.

Bereits 2001 hatte Christie's einen Keks aus einer anderen Expedition des britischen Forschers versteigert. Er erzielte damals den Rekordpreis von umgerechnet fast 8800 Euro. Der Direktor von Christie's begründete die hohen Preise mit "institutionellem Interesse". Es gebe Museen und private Sammler, die solche Kekse ausstellen wollten.

jbr

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