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Schwedisches 40-Zentimeter-Biest: "Ratzilla" in der Küche

Erst traute sich ihre Katze nicht mehr in die Küche, dann bekam eine komplette schwedische Familie einen gewaltigen Schreck: Unter ihrer Spüle hatte sich eine Riesenratte häuslich eingerichtet - 40 Zentimeter groß und unheimlich gefräßig.

Stockholm - Eine Riesenratte sorgt in Schweden für Aufregung. Das 40 Zentimeter große Tier tauchte in der Küche von Familie Bengtsson-Korsås in Stockholm auf - zunächst unbemerkt, zumindest von den menschlichen Familienmitgliedern. Denn Kater Enok habe sich schon länger verhaltensauffällig gezeigt, sagte Vater Erik Korsås der BBC, das Tier habe sich nicht mehr in die Küche getraut, obwohl die eigentlich sein Lieblingsplatz gewesen sei.

Den Grund dafür entdeckte Mutter Signe Bengtsson-Korsås: "Ich hatte wirklich Angst. Es war so groß, dass ich erst gar nicht gesehen habe, um was für ein Tier es sich handelt", sagte sie dem "Aftonbladet". Sie sei auf den Küchentisch gesprungen und habe versucht, die Ratte mit lautem Stampfen und Schreien zu vertreiben - ohne Erfolg.

Der Schreck muss gewaltig gewesen sein. Eine Ratte in der Küche ist schließlich schon eine unangenehme Vorstellung, aber dann noch so ein riesiges Exemplar. Normalerweise werden die Tiere bis zu 30 Zentimeter groß, der Schwanz nicht mitgemessen, und bis zu 400 Gramm schwer. Die Riesenratte der Familie Bengtsson-Korsås wog fast ein Kilogramm. Schwedische Medien verpassten ihr deshalb den Namen "Ratzilla".

Das Tier war vermutlich durch ein Lüftungsrohr in die Küche gelangt, nachdem es sich einen Tunnel durch Zement und Holz genagt hatte. Unter der Spüle habe die Ratte Speisereste gefunden, sagte Erik Korsås. Das Tier machte es sich in seinem Versteck offenbar bequem, die Familie rief einen Kammerjäger zu Hilfe. Der stellte eine Falle auf.

Doch selbst die Falle konnte die Riesenratte zunächst nicht stoppen. Sie schnappte zwar zu, aber mit der Falle um den Hals schaffte es das Tier noch, sich in den Keller zu schleppen, ehe es starb. Erik Korsås lobt vor allem seine Söhne Justus, 13, und Laurentius, 6, für ihre Unterstützung bei der Rattenjagd. Die Jungen hätten ihm Werkzeuge gereicht, mit denen er feststellen konnte, ob die Ratte nun wirklich tot gewesen sei. Justus machte anschließend Fotos von seinem Vater mit dem Eindringling und postete sie auf seiner Facebook-Seite.

Mittlerweile sind alle Schäden im Haus wieder repariert. Und auch Kater Enok traut sich wieder in die Küche.

wit

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