Nachteil für Caritas Geld aus dem Trevi-Brunnen geht künftig an Rom

Jedes Jahr werfen Touristen in Rom Münzen im Wert von einer Million Euro in den Trevi-Brunnen. Das Geld bekam bisher die Kirche, das soll sich nun ändern.

Touristen am Trevi-Brunnen
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Touristen am Trevi-Brunnen


Jedes Jahr werfen Hunderttausende Rom-Besucher Münzen in den berühmten Trevi-Brunnen. Bisher ging das Geld an die Caritas, doch nun will die Stadtverwaltung in Rom die Münzen für die eigene Kasse zu behalten.

Wie römische Zeitungen berichten, will Bürgermeisterin Virginia Raggi das Geld aus der Fontana di Trevi ab April einem stadteigenen Fonds zuführen. Das soll auch für andere Brunnen der Stadt gelten. Die Zeitung "Il Messaggero" schreibt, eine aus Experten in Sozial- und Kulturpolitik zusammengesetzte Arbeitsgruppe des Rathauses werde entscheiden, welche Projekte mit dem Geld unterstützt werden sollen. Der Zeitung zufolge brachte der Trevi-Brunnen der Hilfsorganisation der römisch-katholischen Kirche jährlich etwa eine Million Euro ein.

Eine Legende besagt, dass wer mit dem Rücken zum Brunnen eine Münze in das Becken der rund 50 Meter breiten spätbarocken Anlage wirft, eines Tages nach Rom zurückkehren wird. Der 1993 in Rom gestorbene Regisseur Federico Fellini hat den Brunnen in seinem Film "La Dolce Vita" aus dem Jahr 1960 verewigt. Die Szene, in der die schwedische Schauspielerin Anita Ekberg nachts in der Fontana di Trevi tanzt und Marcello Mastroianni als junger Klatschreporter zu ihr in den Brunnen steigt, ist bis heute Kult.

Wer die beiden Akteure heute nachahmen will, sollte es sich allerdings gut überlegen. Seit diesem Sommer reicht schon das bloße Eintauchen der Füße in das Trevi-Wasser für saftige Geldstrafen, die sofort zu begleichen sind - eine weitere Einnahmequelle für die klammen Kassen der Stadt.

koe/AFP

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