Fluggesellschaft Ryanair kritisiert Berichterstattung über rassistischen Vorfall

Ryanair steht in der Kritik, weil Flugbegleiter bei einem rassistischen Vorfall nicht eingegriffen haben sollen. Nun verteidigt sich die Airline.

Ryanair-Flugzeug
DPA

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Die Fluggesellschaft Ryanair hat sich gegen Vorwürfe gewehrt, nicht angemessen auf das rassistische Verhalten eines Passagiers reagiert zu haben. In einer Maschine der Airline hatte ein älterer Mann seine 77-jährige Sitznachbarin vergangene Woche unter anderem als "hässlichen schwarzen Bastard" beschimpft.

Ryanair bezeichnete die Äußerungen in einer Mitteilung nun als "bedauerlich und inakzeptabel" und bat bei der Frau um Entschuldigung. Berichte, die Crew habe den Vorfall nicht ernst genommen, seien aber "falsch und unbegründet".

Ein Mitreisender hatte den Vorfall kurz vor dem Abflug am vergangenen Freitag von Barcelona nach London gefilmt. Das Video verbreitete sich schnell in sozialen Netzwerken und löste massive Kritik an der Fluggesellschaft aus. Kritisiert wurde unter anderem, dass der Pöbler nicht aus dem Flugzeug verwiesen wurde, sondern das Opfer auf einen anderen Platz gesetzt wurde.

Die Flugbegleiter hätten die rassistischen Ausfälle nicht mitbekommen, verteidigte Ryanair das Vorgehen der Crew nun. Wahrgenommen habe das Kabinenpersonal lediglich einen Streit zwischen den beiden Passagieren, der erfolgreich geschlichtet worden sei. Die Frau sei auf eigenen Wunsch umgesetzt worden.

Fluggast bepöbelt Sitznachbarin: Rassistische Tiraden

Von den rassistischen Äußerungen habe die Fluggesellschaft erst am späten Samstagabend durch das ins Internet gestellte Video erfahren. Dies sei am Sonntagmorgen der Polizei gemeldet worden. Zudem habe sich Ryanair kurz darauf bei der Frau schriftlich entschuldigt. In dem Schreiben heißt es laut Nachrichtenagentur dpa unter anderem, ein solches Verhalten werde nicht toleriert und mit lebenslangem Flugverbot bei Ryanair bestraft.

bbr/dpa



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