Sachsen-Anhalt Bundeswehr löst bei Übung Großbrand aus

Bei einer Übung in Sachsen-Anhalt hat die Bundeswehr Pyrotechnik eingesetzt. Die Folge: ein Flächenbrand auf 40 Hektar. Der Rauch war bis Braunschweig sichtbar.

DPA

In Sachsen-Anhalt hat eine Übung des Heers einen Großbrand ausgelöst. Soldaten hatten laut einem Sprecher des Gefechtszentrums auf dem Truppenübungsplatz Altmark Pyrotechnik eingesetzt. Eine Nebeldose habe den Brand entzündet.

Im Norden und Osten Deutschlands herrscht seit Langem Trockenheit und Dürre. Wegen des Wetters galten dem Sprecher zufolge deshalb bereits Einschränkungen für bestimmte Arten von Pyrotechnik.

Wegen des starken und drehenden Windes sei es der Feuerwehr der Bundeswehr nicht gelungen, den Brand rasch in den Griff zu bekommen. Deswegen habe dem Sprecher zufolge die Freiwillige Feuerwehr ausgeholfen, 40 Feuerwehrleute löschten.

Pyrotechnik sollte zerstörtes Fahrzeug signalisieren

Die Truppe setzte einen Bergepanzer ein. Er schlug laut einer Meldung des Gefechtszentrums breite Gräben in den Boden und konnte schließlich verhindern, dass sich der Brand noch weiter ausbreitete. Etwa 40 Hektar Wald und Heide waren demnach von dem Feuer betroffen.

Die Rauchwolken waren kilometerweit zu sehen; sogar in Braunschweig riefen Anwohner laut MDR deswegen bei der Feuerwehr an.

Der Truppenübungsplatz Altmarkt liegt in der Colbitz-Letzlinger Heide nördlich von Magdeburg. Bei der Übung des deutsch-französischen Jägerbataillons haben laut dem Sprecher 800 Soldaten teilgenommen.

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Sie hätten ein Gefecht simuliert. Der Nebeltopf, der den Brand auslöste, signalisiere, dass ein Fahrzeug zerstört sei. Geübt wurde laut dem Sprecher nicht mit scharfer Munition, sondern mit Lasern.

Brände kommen seinen Angaben zufolge etwa hundert Mal im Jahr vor, üblicherweise seien sie jedoch schnell gelöscht.

jpz

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