Köthen - Beim Zusammenstoß eines ICE mit einem Auto ist in Sachsen-Anhalt ein Mensch ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, war der Zug auf einem Bahnübergang in der Nähe von Köthen gegen das Auto geprallt. Der Wagen wurde demnach von dem Schnellzug, der mit rund 160 Kilometern pro Stunde heranraste, rund 200 Meter mitgeschleift. Der Lokführer erlitt laut Polizei einen Schock, die rund 200 Passagiere des ICE blieben unverletzt.
Wie es zu dem Unfall kam, ist bislang unklar. Das Unglück ereignete sich an einem halbbeschrankten Bahnübergang. Dort sperrt eine Schranke die Zufahrt zu den Gleisen, reicht aber nicht über die gesamte Straßenbreite.
Die Polizei ermittele in alle Richtungen, sagte ein Sprecher. Es kämen sowohl ein Suizid, ein gesundheitliches Problem oder auch ein technischer Defekt am Auto in Betracht. Hinweise auf einen Defekt der Schranken gebe es nicht.
Die Reisenden wurden mit einem Ersatzzug zum nächsten Bahnhof gebracht. Von dort ging es mit Bussen weiter. Die Strecke bei Köthen wurde für die Bergung des Zuges gesperrt. Die Bahn forderte einen speziellen Hilfszug an, der Fernverkehr wurde umgeleitet. Reisende müssen zumindest bis zum Nachmittag mit Behinderungen rechnen.
wit/dpa/dapd/AFP
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