Sachsen-Anhalt Mehrere Tote bei Zugunglück nahe Magdeburg

In Sachsen-Anhalt sind am späten Samstagabend bei Hordorf in der Nähe von Magdeburg zwei Züge frontal zusammengestoßen. Acht Menschen starben nach Angaben der Polizei bei dem Unglück, rund 40 weitere wurden verletzt. Die Unfallursache war zunächst unklar.

Bahnunglück bei Magdeburg: Der aus den Schienen gestürzte Nahverkehrszuzg
AFP

Bahnunglück bei Magdeburg: Der aus den Schienen gestürzte Nahverkehrszuzg


Oschersleben - Bei einem schweren Zugunglück in Sachsen-Anhalt sind nach Polizeiangaben acht Menschen ums Leben gekommen, rund 40 weitere wurden verletzt. Am späten Samstagabend waren ein Personen- und ein Güterzug zusammengestoßen. Zunächst war von zehn Toten die Rede gewesen. Am späten Samstagabend waren ein Personen- und ein Güterzug zusammengestoßen. Ein Sprecher der Feuerwehr gab die Zahl der Schwerverletzten mit acht an, die Bundespolizei sprach zunächst von 18 Schwerverletzten. Nach Angaben der Einsatzleitstelle in Haldensleben waren 125 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Technischem Hilfswerk an der Unglückstelle in der Ortschaft Hordorf im Einsatz. Außerdem seien rund 40 Polizisten vor Ort.

Das Unglück ereignete sich gegen 22.30 Uhr. Der Personenzug war nach Polizeiangaben mit rund 50 Reisenden besetzt. Alle Verletzten seien geborgen und in die umliegenden Krankenhäuser gebracht worden. Entgegen erster Angaben seien die Züge nicht in Brand geraten, sagte ein Polizeisprecher am frühen Sonntagmorgen.

Bei dem Personenzug handelt es sich nach Polizeiangaben um einen HarzElbeExpress (HEX), der auf dem Weg von Magdeburg nach Halberstadt war. Der Unfall ereignete sich kurz vor dem Bahnhof Hordorf. Ein Sprecher des privaten Bahnunternehmens Veolia, das die Nahverkehrsverbindung betreibt, sagte, unter den Toten seien der Lokführer und ein Kundenbetreuer.

Die Ursache des Unglücks war zunächst nicht bekannt. Laut einem Polizeisprecher ist die Strecke am Unglücksort eingleisig. Eine Augenzeugin berichtete, zum Unglückszeitpunkt gegen 22.30 Uhr habe auf der Strecke dichter Nebel geherrscht. Der Güterzug habe Kalk geladen. Er gehöre einer Privatfirma, sagte Jörg Puchmüller, Regionalsprecher Nordost beim Veolia-Konzern. Nach Angaben eines Mitarbeiters der HEX-Hotline wurde die gesamte Strecke gesperrt; für Fahrgäste späterer Verbindungen wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

can/cai/AFP/dpa/Reuters

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.