Österreich Dutzende Verletzte bei Zugunglück in Salzburg

Ein Zug fuhr auf einen anderen auf: Bei einem Unfall am Salzburger Hauptbahnhof sind mehr als 50 Menschen verletzt worden.

Zugunfall am Salzburger Hauptbahnhof
DPA/APA

Zugunfall am Salzburger Hauptbahnhof


Dutzende Menschen haben bei einem Zugunglück am Hauptbahnhof von Salzburg Verletzungen erlitten. Betroffen waren den Einsatzkräften zufolge mehr als 50 Fahrgäste. Eine Frau musste nach Rippenbrüchen und einem Milzriss operiert werden, teilte ein Arzt des Unfallkrankenhauses Salzburg mit. Zunächst hatte es geheißen, niemand sei schwer verletzt worden.

Zwei Nachtzüge waren den Angaben der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) zufolge zusammengestoßen. Eine Rangierlok sollte Waggons des Nachtzugs aus Venedig mit Waggons eines sogenannten Nightjets aus Zürich koppeln, als es zu der Kollision kam.

Ob ein technisches Problem oder menschliches Versagen den Aufprall verursachte, ist bislang nicht klar. Die Zugunfallkommission des Verkehrsministeriums und das Landeskriminalamt hätten Ermittlungen aufgenommen, hieß es.

Der Großteil der insgesamt rund 240 Fahrgäste dürfte beim Aufprall um 4.46 Uhr noch geschlafen haben. Die Verletzungen seien vor allem auf herunterfallende Gegenstände zurückzuführen, meldete die österreichische Nachrichtenagentur APA.

Die Betroffenen wurden vom Roten Kreuz versorgt und in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch eine Lokführerin musste medizinisch behandelt werden. "Hauptsächlich mussten Kopfverletzungen mit Platzwunden, verschiedene Prellungen und eine Sprunggelenkverletzung versorgt werden", hieß es aus dem Uniklinikum Salzburg. Der Großteil der Leichtverletzten konnte demnach am Vormittag das Krankenhaus bereits wieder verlassen.

wit/dpa/AFP



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