Seehunde gestört San Diego sperrt beliebten Strandabschnitt

Der Bürgermeister von San Diego hat einen beliebten Strandabschnitt nachts für die Öffentlichkeit gesperrt - weil einige Menschen die dort lebenden Seehunde nicht in Frieden lassen konnten. Überführt wurden die Störenfriede durch eine Überwachungskamera.

REUTERS/ WAN Conservancy

San Diego - Es geht um einen schmalen Strandabschnitt in San Diego: Der Platz dient regelmäßig einer Kolonie von mehr als 200 Seehunden als Unterschlupf, vor allem in der Fortpflanzungszeit. San Diegos Bürgermister Bob Filner hat diesen Bereich nun zwischen Sonnenuntergang und Morgendämmerung für Menschen gesperrt. Der Grund: Im Internet sind Videobilder aufgetaucht, die zeigen, wie zwei Frauen die Meeressäuger nachts stören.

Tierschützer und Badefreunde streiten schon länger um den Strand, der ursprünglich als sichere Zone für Kinder konzipiert wurde, weil die Brandung dort besonders sanft ist. Doch die Bakterien-Konzentration im Wasser überschritt zuletzt häufig die zulässigen Grenzwerte. Die Behörden warnten die Öffentlichkeit zudem, vorsichtig zu sein, wenn die Seehunde in der Bucht zu sehen sind.

Im Februar wurde eine Überwachungskamera installiert, gesponsert mit 40.000 Dollar von der Naturschutzgruppe Western Alliance for Nature. Bilder der Kamera zeigen, wie sich eines Nachts zwei Frauen einen Spaß auf Kosten der Tiere gönnen. Sie posen für Fotos, hocken sich über die Seehunde und erschrecken sie. Laut einer der Gründerinnen der Western Alliance for Nature zeigen Aufnahmen der Kamera weitere ähnliche Vorfälle.

"Das Verhalten war schockierend und verwerflich", sagte Bürgermeister Filner. Die meisten Menschen in seiner Stadt würden eine derartige Einstellung gegenüber Tieren nicht teilen.

wit/Reuters

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