Unfall bei ZDF-Dreharbeiten: Edgar Selge schießt versehentlich auf Kollegen

Schauspieler Edgar Selge steht derzeit für einen Krimi vor der Kamera. Bei den Dreharbeiten am Chiemsee kam es zu einem Unfall: Der 64-Jährige schoss auf einen Kollegen. Dieser musste im Krankenhaus behandelt werden, obwohl die Waffe nur mit Platzpatronen geladen war.

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Schauspieler Selge: "Es tut mir unendlich leid"

Übersee - Filmschuss mit Folgen: Der Schauspieler Edgar Selge hat bei Dreharbeiten für einen Krimi am Chiemsee versehentlich seinen Kollegen Max Schmidt am Bein verletzt. Aus einer Pistole habe sich bei einer Szene ein Schuss gelöst, teilte das ZDF mit. "Da der Schuss aus unmittelbarer Nähe abgegeben wurde, kam es zu einer Verletzung, obwohl die Waffe nicht mit scharfer Munition, sondern mit Platzpatronen geladen war."

Schmidt kam kurzzeitig ins Krankenhaus, konnte aber nach der Behandlung wieder entlassen werden. Der genaue Verlauf und die Umstände des Unfalls in dem Badeort Übersee sind nach Senderangaben noch unklar und werden rekonstruiert. Dabei gehe es unter anderem um die Frage, ob die Waffe überhaupt mit Platzpatronen geladen sein durfte.

Selge zeigte sich nach dem Vorfall bestürzt: Nach einer "ausführlichen Besprechung" hätte er davon ausgehen müssen, dass die Schreckschuss-Pistole nicht geladen gewesen sei. "Es tut mir unendlich leid für Max Schmidt", ließ er über seine Agentur mitteilen.

Die Polizei nahm Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung auf. Dabei handle es sich aber um einen Routinevorgang, sagte ein Sprecher der Polizei in Rosenheim.

In dem Krimi mit dem Arbeitstitel "Hattinger - Der Chiemsee-Krimi" macht die Polizei mit Schauspieler Michael Fitz in der Hauptrolle Jagd auf einen Serienmörder. Seit Anfang des Monats laufen die Dreharbeiten.

aar/wit/dpa

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insgesamt 40 Beiträge
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1. optional
Knarzi 23.08.2012
Also diese Headline gewinnt wirklich mal den Bildpreis. Noch reißerischer geht's ja wirklich nicht mehr.
2.
Hugh 23.08.2012
Zitat von sysopGetty ImagesSchauspieler Edgar Selge steht derzeit für einen Krimi vor der Kamera. Bei den Dreharbeiten am Chiemsee kam es zu einem Unfall: Der 64-Jährige schoss auf einen Kollegen. Dieser musste im Krankenhaus behandelt werden, obwohl die Waffe nur mit Platzpatronen geladen war. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,851787,00.html
1) Eine Waffe ist immer als geladen anzusehen. 2) Man hat sich persönlich vom Zustand der Waffe zu überzeugen. Was andere darüber sagen ist absolut irrelevant. Nur dann weiß man über den Ladezustand der Waffe Bescheid. Dennoch gilt IMMER Satz 1! 3) Man hält die Waffe nie in die Richtung eines Menschen, es sei denn man will auf ihn schießen. 4) Die Waffe ist immer gesichert, es sei denn, man will im nächsten Moment schießen 5) Man hat den Finger nur am Abzug, wenn man bereit ist zu schießen, nicht vorher. Sonst ist er parallel zum Rohr ausgestreckt. (Eben damit solche blödsinnigen Unfälle nicht vorkommen) 6) (Dick Cheney Regel) Alkohol und Waffe geht absolut nicht zusammen. Keine Ausnahmen, keine Ausreden. Verantwortlich ist immer der, der die Waffe in der Hand hält.
3. Dem ist nichts hinzuzufügen...
ein-berliner 23.08.2012
Zitat von Hugh1) Eine Waffe ist immer als geladen anzusehen. 2) Man hat sich persönlich vom Zustand der Waffe zu überzeugen. Was andere darüber sagen ist absolut irrelevant. Nur dann weiß man über den Ladezustand der Waffe Bescheid. Dennoch gilt IMMER Satz 1! 3) Man hält die Waffe nie in die Richtung eines Menschen, es sei denn man will auf ihn schießen. 4) Die Waffe ist immer gesichert, es sei denn, man will im nächsten Moment schießen 5) Man hat den Finger nur am Abzug, wenn man bereit ist zu schießen, nicht vorher. Sonst ist er parallel zum Rohr ausgestreckt. (Eben damit solche blödsinnigen Unfälle nicht vorkommen) 6) (Dick Cheney Regel) Alkohol und Waffe geht absolut nicht zusammen. Keine Ausnahmen, keine Ausreden. Verantwortlich ist immer der, der die Waffe in der Hand hält.
Wie aus dem Lehrbuch für den Schußwaffengebrauch! Wieso läßt man derartige Anfänger an die Waffe ohne jede Einweisung. Bei den US-Krimiserien ist immer ein Waffenberater vor Ort. Dies erkennt man dann auch an der richtigen Handhabung.
4. Filmhelden
opaheini 23.08.2012
Warum wird diese Meldung unter dieser Überschrift gebracht? Sensation um jeden Preis. Unfall mit Platzpatronen wäre treffender gewesen, nur das hätte keiner gelesen.Hat er auf den anderen geschossen? doch wohl nicht, sonst hätte er zielen müssen. Thema verfehlt, setzen!
5. @Hugh
Papierleschweizer 23.08.2012
Diese Regeln sind zwar den vielen legalen Waffenbesitzern in Deutschland bekannt, der demilitarisierten Mehrheit jedoch leider nicht mehr. Anstatt einer Ausbildung an Waffen, ist es der heutigen Bundeswehr (=Armeesimulation) viel wichtiger ihre Genderkompetenz ausbauen: http://www.bund.de/IMPORTE/Stellenangebote/EDITOR/Wehrbereichsverwaltung-Ost/2012/08/515544.html Ich bin auf die erste Tagesschau oder den ersten Spiegel Artikel gespannt, in dem über den ersten 1. CSD in Kabul berichtet wird.
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