Winterstürme in USA: Tausende Flüge gestrichen, Hunderttausende Menschen ohne Strom

Tausende Flüge wurden gestrichen, Zehntausende Häuser sind ohne Strom: Schwere Schneestürme haben in den Südstaaten der USA schwere Schäden angerichtet. Nun soll es im Nordosten Winterchaos mit bis zu 45 Zentimeter Neuschnee geben.

Winterwetter in den USA: Schlitterpartie auf den Straßen Fotos
AP

Washington - Schwere Schnee- und Eisstürme haben Zehntausenden US-Bürgern vom Golf von Mexiko bis zu den Großen Seen die Weihnachtsferien verhagelt. Mehr als 2000 Flüge wurden gestrichen, auch am Donnerstag waren mehr als 200 Verbindungen betroffen. Besonders beeinträchtigt sind Flüge in die Hauptstadt Washington sowie nach New York und Philadelphia. In Teilen Pennsylvanias fielen innerhalb kurzer Zeit 30 Zentimeter Schnee. Zahlreiche Autofahrer steckten auf eisglatten Straßen fest oder wurden eingeschneit.

Mindestens sieben Menschen starben rund um die Weihnachtstage wegen der schweren Unwetter. Unter den Toten war auch ein Mann aus Houston im Bundesstaat Texas, auf dessen Auto ein Baum gestürzt war. In Arkansas starben zwei Kinder, deren Mutter auf einer vereisten Straße die Kontrolle über ihren Wagen verloren hatte. In der Region um Indianapolis, der Hauptstadt von Indiana, meldete die Polizei am Mittwoch binnen weniger Stunden 160 Verkehrsunfälle. In Oklahoma wurde rund ein Dutzend Menschen bei einer Massenkarambolage mit 21 Fahrzeugen verletzt.

Bereits am Dienstag waren 34 Tornados über Texas, Louisiana, Alabama und Mississippi im Süden der USA hinweggefegt. In Arkansas, Mississippi und Texas knickten unzählige Strommasten um, insgesamt seien fast 300.000 Menschen ohne Licht und Heizung, berichtete der TV-Sender ABC.

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USA: Tornados in den Südstaaten
Nach Angaben der Behörden könnte es eine Woche dauern, bis die Versorgung vollständig wiederhergestellt ist. Die Gouverneure von Mississippi und Alabama riefen den Notstand aus. Little Rock, Hauptstadt des US-Bundesstaats Arkansas, erlebte die weißesten Weihnachten seit fast 90 Jahren. Während es dort sonst nur sehr selten schneit, bescherte die Sturmfront der Stadt diesmal eine mehr als 20 Zentimeter hohe Schneedecke.

Das Schlechtwettergebiet über den USA zog in Richtung Nordosten. In Teilen Neuenglands wurden bis zu 45 Zentimeter Neuschnee und Glatteis erwartet. Meteorologen rieten den Menschen in den betroffenen Gebieten, zu Hause zu bleiben. Sie warnten vor eisglatten Straßen und weiteren Stromausfällen.

Hitzerekord in Rio, milde Temperaturen in Deutschland

Während sich die USA mit Schnee und Eis herumplagen, fiel in Rio de Janeiro ein Hitzerekord: Am Mittwoch wurde in der brasilianischen Stadt eine Temperatur von 43,2 Grad Celsius gemessen, die höchste seit Beginn der Aufzeichnungen des Meteorologischen Instituts im Jahr 1915. Das berichtete die Zeitung "O Globo". Die im Stadtteil Santa Cruz im Osten der Stadt verzeichnete Hitze übertraf das bisherigen Rekordhoch von 43,1 Grad, das im Januar 1984 im Stadtteil Bangú gemessen wurde.

In Deutschland müssen sich vor allem die Menschen im Süden auf Regen einstellen. Besonders betroffen sind laut Deutschem Wetterdienst das Allgäu, der Schwarzwald und der Bayerische Wald. Richtung Norden wird es freundlicher, "hier lässt sich manchmal sogar die Sonne blicken", sagte eine Sprecherin. Die Temperaturen liegen zwischen sieben und elf Grad, am wärmsten ist es entlang des Rheins. In den kommenden Tagen bleibt es wechselhaft; bis Montag liegen die Temperaturen tagsüber zwischen sieben und zehn Grad, nachts kann es frostig werden.

ulz/AFP/AP/dpa

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