Das Tief "Daisy" hat sie zu dem ungeplanten Stopp gezwungen. Nach starken Schneefällen in Frankreich habe die elsässische Präfektur am Freitagnachmittag die Autobahn 35 für den Lkw-Verkehr gesperrt, teilte ein Sprecher der Polizei in Freiburg mit. In den frühen Morgenstunden seien die Autobahnabfahrten in Richtung Frankreich auch für Autos gesperrt worden. Auf deutscher Seite waren Rettungskräfte im Einsatz und versorgten die Lasterfahrer mit heißen Getränken und Decken. Am Samstagmorgen gaben die französischen Behörden die Autobahn wieder frei, der vier Kilometer lange Rückstau löst sich langsam auf.
Nicht ganz so schlimm erwischte es die Reisenden am Frankfurter Flughafen: Sie waren immerhin im Warmen, als ihre Flüge gestrichen wurden. Nach Auskunft der Betreibergesellschaft Fraport mussten bis zum Samstagmorgen fast 160 Flüge annulliert werden. Darunter befänden sich sowohl Inlandsflüge als auch Flüge in andere europäische Länder und Interkontinentalflüge. Die Lage sei aber weniger schlimm als befürchtet, teilte der Flughafen mit.
Deutschlandweit blieben die befürchteten Schneeverwehungen bis zum Samstagmorgen aus. Stärkere Niederschläge gab es nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in der Eifel und im Odenwald, in der Pfalz, im nördlichen Hessen, im Harz und im Rhein-Main-Gebiet. Auch in einigen Küstenregionen Mecklenburg-Vorpommerns schneite es kräftig. In den betroffenen Gebieten führten die Schneeverwehungen aber zu dem befürchteten Chaos:
Für den weiteren Tagesverlauf werden starke Schneefälle mit Schneeverwehungen in allen Flächenländern mit Ausnahe Bayerns, Baden-Württembergs, des Saarlands und Schleswig-Holsteins erwartet. Dabei könne es in einigen Gebieten zu Neuschneemengen von bis zu 15 Zentimetern und Windböen von bis zu 85 Kilometern pro Stunde kommen.
lis/dapd/dpa
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