Schröder-Adoption Kritische Fragen von Terres des Hommes

Terre des Hommes will kritische Fragen zu den Umständen stellen, unter denen Kanzler Schröder die drei Jahre alte Viktoria aus Russland adoptiert hat. „Nach sorgfältigen Recherchen haben wir den Eindruck, dass diese Adoption ohne fachliche Vorbereitung und Begleitung erfolgt ist“, sagt Bernd Wacker, Adoptionsexperte des Hilfswerks.


Ehepaar Schröder: Viktoria adoptiert
AP

Ehepaar Schröder: Viktoria adoptiert

Hamburg - "Vor solchen Adoptionen kann man nur warnen", wird Wacker im SPIEGEL zitiert. An diesem Donnerstag will Terre des Hommes bei einer Pressekonferenz in Berlin fordern, dass alle Auslandsadoptionen nach den Regeln des Haager Adoptionsübereinkommens zum Schutz von Kindern ablaufen sollen. Die sehen etwa vor, dass Kinder vorrangig in die nähere Verwandtschaft vermittelt werden sollen.

Die Adoption von Viktoria Schröder kam ohne Beteiligung der Gemeinsamen Zentralen Adoptionsstelle (GZA) der vier norddeutschen Bundesländer zu Stande, die auch für den Kanzler-Wohnort Hannover zuständig ist. "Die GZA hat damit nichts zu tun. Uns liegt keine Akte dazu vor", sagt Anika Wichert, Sprecherin der Hamburger Sozialbehörde, der die GZA unterstellt ist.

Bei der Vermittlung von Auslandsadoptionen muss laut Gesetz eine solche Stelle vorab informiert werden. Dies übernimmt üblicherweise das örtliche Jugendamt.



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