New York - Zimmermädchen und andere Hotelangestellte in New York bekommen künftig einen tragbaren Alarmknopf. Mit diesem "Panic Button" können sie Hilfe rufen, wenn sie bedroht oder beleidigt werden. Das bestätigte die Hotelvereinigung der Stadt New York am Dienstag. Geplant ist, die kleinen Geräte innerhalb eines Jahres einzuführen.
Schon seit Jahren gebe es Überlegungen zu einem solchen Notrufsystem, sagte ein Gewerkschaftssprecher dem Sender CNN. Mit dem Fall von Dominique Strauss-Kahn hätten die Alarmknöpfe aber nicht direkt etwas zu tun. Der damalige Chef des Internationalen Währungsfonds war im Mai 2011 von einem Zimmermädchen beschuldigt worden, es sexuell angegriffen zu haben. Drei Monate später wurde die Anklage fallengelassen.
In zwei Hotels werden die Knöpfe schon getragen: im Sofitel am Times Square, in dem Strauss-Kahn damals übernachtet hatte, und im The Pierre. In diesem Hotel hatte ein Banker ein Zimmermädchen angegriffen.
In der US-Metropole New York gibt es Zehntausende Hotelmitarbeiter, 30.000 sind Mitglieder in der Gewerkschaft. Nach Angaben des Verbands kommt es nicht oft vor, dass sich Hotelgäste an Mitarbeitern vergreifen. Jeder einzelne Fall sorge aber für Unsicherheit am Arbeitsplatz. Über die Kosten für die neuen Alarmknöpfe ist noch nichts bekannt.
ulz/dpa
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