Schwarzes Meer Frachtschiff "Vera" sinkt vor türkischer Küste

Unglücksursache ist vermutlich der extreme Wellengang: Nach der Havarie eines Frachtschiffs vor der türkischen Küste werden offenbar neun Mitglieder der elfköpfigen Besatzung vermisst. Die "Vera" ist im Schwarzen Meer gesunken.


Ankara - Vor der türkischen Küste ist bei stürmischer See ein Frachtschiff untergegangen. Die türkische Küstenwache suche nach neun mutmaßlich ukrainischen Besatzungsmitgliedern, teilten die Behörden mit. Zunächst hatte es geheißen, es würden zehn polnische Seeleute vermisst. Die Zahl der Vermissten wurde später jedoch revidiert. Zwei Mannschaftsmitglieder konnten gerettet werden und wurden ins Krankenhaus gebracht.

Der Frachter "Vera" unter kambodschanischer Flagge war von Russland aus auf dem Weg nach Aliaga, als er im Schwarzen Meer vor Eregli kenterte. Als die Küstenwache nach Erhalt des Notrufs eintraf, war das Schiff schon gesunken", sagte der Leiter der Handelskammer für die Region, Irfan Erdem, dem türkischen Fernsehsender NTV. Vermutlich sei die Ladung bei dem stürmischen Wellengang verrutscht. Das Schiff hatte offenbar Metallschrott geladen.

In der Türkei herrschen seit der vergangenen Woche extreme Wetterbedingungen mit heftigen Schneestürmen. Für Dienstag galten Sturmwarnungen für Teile des Marmarameers, des Schwarzen Meers und der Ägäis. Die Bosporus-Meerenge, eine wichtige Route für den Schiffsverkehr durch Istanbul, war am Dienstag wegen schlechter Sichtverhältnisse komplett geschlossen worden.

bos/dapd/Reuters

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