Schwarzgeld-Schmuggel Ermittlungen gegen Marcel Reif

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Marcel Reif. Einem Zeitungsbericht zufolge wird dem Fußballreporter Geldwäsche, Beihilfe zu Steuerhinterziehung und Begünstigung vorgeworfen.


Marcel Reif: Mit einer dreiviertel Million Mark über die Grenze?
DPA

Marcel Reif: Mit einer dreiviertel Million Mark über die Grenze?

Berlin - Hintergrund der Verdächtigungen ist laut "Bild" ein geheimer Geldtransfer. So soll der Reporter für einen früheren Freund rund 776.000 Mark Schwarzgeld von Zürich nach München geschmuggelt haben. Oberstaatsanwalt Alfons Grevener bestätigte gegenüber SPIEGEL ONLINE: "Bei der Staatsanwaltschaft Wuppertal ist ein Ermittlungsverfahren gegen Marcel Reif anhängig."

Der 55-jährige Sportreporter Reif wohnt den Angaben zufolge seit 1997 in der Schweiz. Er soll per Vollmacht 776.151,29 Mark vom Konto seines Bekannten Gerd K. abgehoben haben. In einer Züricher Bank habe er seinen Personalausweis vorgelegt, die Geldbündel übernommen, sie in eine Supermarkt-Tüte gepackt und mit dem Auto unerlaubt über die Grenze gebracht, heißt es in der "Bild"-Zeitung. In einem Münchner Lokal habe er das Geld übergeben.

Nach Angaben der Zeitung bestritt Reif die Vorwürfe. Er könne sich zu einem Verfahren, das er nicht kenne, nicht äußern, sagte er "Bild". Zwar kenne er Herrn K., er habe jedoch jeden Kontakt zu seinem ehemaligen Trauzeugen abgebrochen.



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