Skipiste in der Schweiz Mindestens vier Verletzte nach Lawine in Crans-Montana

Im Schweizer Skigebiet Crans-Montana hat eine Lawine mehrere Menschen begraben. Sie ging offenbar auf eine Skipiste nieder. Vier Verschüttete wurden - teils mit Verletzungen - bereits geborgen.

Rettungsarbeiten im Skigebiet Crans-Montana, Schweiz
DPA

Rettungsarbeiten im Skigebiet Crans-Montana, Schweiz


Im Skigebiet von Crans-Montana in den Schweizer Alpen ist eine Lawine auf die Skipiste "Plaine-Morte" niedergegangen. Mindestens vier Menschen waren dabei verschüttet worden und wurden inzwischen geborgen, sagte Polizeikommandant Christian Varone auf einer Pressekonferenz.

"Die Retter waren sehr schnell und konnten vier Menschen retten. Davon schwebt einer weiterhin in Gefahr, drei sind nur leicht verletzt", erklärte Varone.

Rettungskräfte waren bereits kurz nach dem Abgang der Lawine vor Ort und suchen seitdem nach weiteren Verschütteten, zu deren Zahl es weiterhin keine gesicherten Angaben gibt. Der Lawinenalarm sei um 14.23 Uhr ausgelöst worden, teilten die Bergbahnen mit. Die Nachrichtenagentur dpa berichtete danach unter Berufung auf lokale Quellen, es seien rund zehn Menschen verschüttet worden.

Nach Angaben der Polizei sind acht Hubschrauber und 240 Einsatzkräfte an der Suche beteiligt. Da es Augenzeugenberichten zufolge weitere Verschüttete geben könnte, werde die Suche weiter fortgesetzt, teilte die Polizei mit. Das betroffene Pistenstück der Abfahrt "Kandahar" soll auf halber Höhe zwischen der Gondelstation Les Violettes und dem Gipfel liegen und nach Angaben von dpa eine "Skiroute schwerer Klasse" gewesen sein.

Wie eine Sprecherin der Bergbahnen mitteilte, war der Lift zwischen dem Dorf und der Station Les Violettes nach der Lawine für den Skibetrieb geschlossen worden. Es gab nur noch Betrieb, um Retter zu befördern.

Am kommenden Wochenende sollte in Crans-Montana im Rahmen des Ski-Alpin-Weltcups der Damen eine Abfahrt stattfinden. Ob die Wettkampfpiste von der Lawine getroffen wurde, war zunächst jedoch nicht klar.

Auf der Website des Skigebiets war die Lawinengefahr zuletzt mit der zweitniedrigsten Kategorie einer insgesamt fünfstufigen Skala angegeben worden.

Crans-Montana ist ein populärer Skiort im Kanton Wallis, das Skigebiet Plaine-Morte rund um den Berg Pointe de la Plaine Morte mit einer Höhe von knapp 3000 Metern eines der höchsten in der Region.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters war das Wetter in der Region zuletzt warm gewesen. Schmelzende Schneemassen könnten demnach den Lawinenabgang verursacht haben. Auf ausgewiesenen Skipisten kommen Lawinen sehr selten vor.


Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, in Crans-Montana finde am kommenden Wochenende ein Rennen der Ski-Alpin-Weltmeisterschaft statt. Tatsächlich soll dort ein Rennen des Ski-Alpin-Weltcups der Frauen ausgetragen werden. Wir haben die Stelle im Text korrigiert.

fek/dpa/Reuters/AFP

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