Schweiz Wassereinbruch - Touristen in Höhle eingeschlossen

Im Schweizer Höhlensystem Hölloch sind mehrere Urlauber von Wassermassen eingeschlossen. Eine Rettung ist derzeit nicht möglich, die Kletterer müssen in der Kälte ausharren.

Eingang zur Höhle Hölloch im Schweizer Muotathal
dpa/Keystone/Urs Flueeler

Eingang zur Höhle Hölloch im Schweizer Muotathal


Am Samstag hat sich eine Gruppe Touristen im Kanton Schwyz in das Hölloch, eines der größten Höhlensysteme weltweit, begeben. Zwei Tage lang wollten sie in Begleitung eines Führers die Höhlen erkunden.

Doch ein unerwarteter Wassereinbruch versperrte den sieben Urlaubern den Weg. Seitdem sind sie in einer Höhle eingeschlossen. Es gelang ihnen, in einem wassersicheren Teil des Höhlensystems ein Biwak einzurichten. Inzwischen ist es vier Profikletterern gelungen, über einen alternativen Eingang zu der Gruppe vorzustoßen. Laut Polizei können sie den Männern derzeit aber nur psychologische Unterstützung geben - der Zugang, den die Spezialisten benutzten, ist sehr anspruchsvoll und für eine Rettung der Eingeschlossenen nicht geeignet.

Den Schweizern zwischen 25 und 55 Jahren gehe es den Umständen entsprechend gut, sie seien unverletzt, sagte ein Sprecher. Das Wasser soll voraussichtlich erst am Dienstag weit genug zurückgehen, dass die Männer aus der Höhle klettern können.

In der Höhle herrschten Temperaturen von gerade mal sechs Grad. Die Gruppe hat laut Einsatzkräften aber passende Ausrüstung dabei, um sich vor der Kälte zu schützen. Der Weg nach draußen ist rund drei Kilometer lang.

ala/dpa



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