Schlechtwetterfront Vier Menschen in Schweizer Alpen gestorben

14 Personen mussten in den Schweizer Alpen bei eisigen Temperaturen im Freien übernachten, weil sie von einer Schlechtwetterfront überrascht wurden. Vier starben, fünf sind in Lebensgefahr.

Region Arolla, Wallis, Schweiz
Valais Kanton Police/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Region Arolla, Wallis, Schweiz


Vier Menschen sind bei einem Unglück in den Schweizer Alpen ums Leben gekommen, fünf weitere schweben im Krankenhaus in Lebensgefahr. Sie gehörten zu einer Gruppe von 14 Skitourenfahrern, die eine Nacht bei eisiger Kälte unter freiem Himmel verbringen mussten, wie die Kantonspolizei Wallis mitteilte. Dafür waren sie nach ersten Erkenntnissen nicht ausgerüstet. Sie wollten eigentlich in einer Berghütte auf gut 3000 Metern Höhe übernachten.

Die Gruppe sei in der Region "Pigne d'Arolla" auf einer Höhe von 3270 Meter von einem Sturm überrascht worden. Am frühen Morgen alarmierte der Polizei zufolge ein Hüttenwart die Einsatzkräfte, nachdem er die Gruppe nicht wie erwartet in dem Unterschlupf vorgefunden hatte. Die Rettungskräfte starteten eine Hilfsaktion, an der laut Polizei sieben Hubschrauber mit mehreren Ärzten und Rettungssanitätern beteiligt waren.

Eine Person war laut den Ermittlern bereits tot, als diese eintrafen. Er sei tödlich gestürzt. Drei weitere seien in Folge der Unterkühlung im Krankenhaus gestorben.

Der Gruppe gehörten Deutsche, Italiener und Franzosen an. Ob unter den Todesopfern Deutsche waren, teilte die Polizei zunächst nicht mit. Die Opfer müssten noch identifiziert werden.

Neben dem Vorfall in der Region "Pigne d'Arolla" verunglückten auch in den Berner Alpen zwei Alpinisten tödlich. Die 21 und 22 Jahre alten Schweizer wurden seit Sonntag am 4107 Meter hohen Mönch vermisst. Schlechtes Wetters behinderte die Suche stark. Die Leichen wurden am Montag gefunden. Die Alpinisten dürften nach Angaben der Rettungskräfte an Erschöpfung und Unterkühlung gestorben sein.

bbr/dpa/AFP

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