Deutschland-Wetter: Schwere Unwetter richten Millionenschäden an

Schwere Unwetter haben in weiten Teilen Deutschlands zu beträchtlichen Schäden geführt. In Bayern wurde eine Frau in ihrem Auto von einem Baum erschlagen, in Baden-Württemberg wurden zahlreiche Menschen verletzt. Auch die Feuerwehr in Berlin meldete Ausnahmezustand.

DPA

Hamburg - In Baden-Württemberg sind bei einem heftigen Unwetter am späten Samstagabend mindestens 17 Menschen verletzt worden. Wie ein Polizeisprecher in Stuttgart sagte, entstand ein Sachschaden in Millionenhöhe. Im Landkreis Heidenheim fegte der Sturm die Zelte auf einem Rockfestival weg. Durch umherfliegende Gegenstände wurden zehn Menschen verletzt, drei mussten im Krankenhaus behandelt werden. Viele der rund 6000 Festivalbesucher hätten die Nacht in Turnhallen verbracht, hieß es. In der Nähe von Bad Urach hatte der Wind ein ganzes Gartenhaus auf eine Bundesstraße geweht.

In Bayern wurden durch den Sturm zahlreiche Bäume im Landkreis Dillingen umgerissen. Auf der Bundesstraße 60 stürzte ein Baum zwischen Günzburg und Gundelfingen auf ein vorbeifahrendes Auto, eine Frau kam ums Leben.

In Gundelfingen blies der Sturm die Kulisse einer Freilichtbühne um. Eine Frau wurde verletzt, in Donaualtheim wurde ein Mann in seinem Garten von einem Baum getroffen, als er vor dem Unwetter seine Gerätschaften in Sicherheit bringen wollte. Im Hamlar, einem Ortsteil von Asbach-Bäumenheim, brannte eine Trocknungsanlage für Getreide. Der Sachschaden wird auf etwa eine Million Euro geschätzt. In Oettingen im Kreis Donau-Ries brach das Unwetter über ein Volksfest herein. Der Sturm wirbelte zahlreiche Gegenstände durch die Luft, zehn Menschen wurden verletzt. Viele Straßen waren in der Nacht zu Sonntag noch von umgestürzten Bäumen blockiert.

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Gewitterstürme: Unwetter verursachten Millionenschäden

Im Landkreis Neu-Ulm stürzten Bäume auf die Bahnstrecke zwischen Altenstadt (Iller) und Illertissen. Die Strecke zwischen Ulm und Memmingen wurde nach Bahn-Angaben gesperrt. Auch auf der Verbindung Augsburg-Ulm kam es zu Störungen. Zwischen Dinkelscherben und Ulm verkehrten Busse als Ersatz. Zudem wurde die Strecke zwischen Günzburg und Krumbach gesperrt. Die letzten Fahrgäste wurden mit Taxis an ihre Zielorte gefahren.

Auch in Sachsen richtete das Unwetter erheblichen Sachschaden an. Wie die Polizei am Sonntag in Zwickau mitteilte, wurden Bäume entwurzelt, Straßen überflutet und Kanaldeckel herausgespült. Menschen wurden laut Polizei nicht verletzt. Im Vogtlandkreis musste ein Festzelt geräumt werden, nachdem es von einer Sturmböe angehoben worden war. Die 700 Besucher der Festlichkeit seien mit dem Schrecken davongekommen, hieß es.

Bei der Feuerwehr in Berlin herrschte die zweite Nacht hintereinander der Ausnahmezustand. "Allein in der Stunde zwischen 3 und 4 Uhr morgens mussten wir zu rund 200 Einsätzen ausrücken, das ist rekordverdächtig", sagte ein Feuerwehr-Sprecher am Sonntagmorgen. Durch Blitzeinschläge sei es auch zu mehreren Bränden gekommen.

Nach dem dramatischen Blitzunglück auf einem Golfplatz in Nordhessen kämpft eine Frau weiter um ihr Leben. Drei ihrer Mitspielerinnen starben bei dem Einschlag.

jul/dapd/dpa/AFP

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