Schwere Unwetter Rom verhängt Notstand wegen Überflutungsgefahr

Wegen Hochwasseralarms ist in Rom der Notstand ausgerufen worden. Der Tiber droht mehrere Viertel der italienischen Hauptstadt zu überfluten. Wegen der schweren Unwetter kamen im ganzen Land bereits vier Menschen ums Leben.


Rom - Seit Tagen halten schwere Regenfälle Italien in Atem, im Norden gibt es auch Schneestürme. Am Freitag wurde in der Hauptstadt Rom der Notstand verhängt. Der Tiber, dessen Pegel in den vergangenen zwei Tagen um rund fünf Meter gestiegen war, drohte über die Ufer zu treten und mehrere Viertel der italienischen Hauptstadt zu überfluten.

Der Fluss stieg auf das höchste Niveau seit 40 Jahren. Straßen wurden gesperrt, Lager der Roma am Flussufer vorsorglich geräumt. Nach Angaben der Behörden könnten die Abwässerkanäle in den nördlichen Vierteln überlaufen.

In Venedig stand der Markusplatz unter Wasser, am Ätna musste die Bergrettung eine Gruppe Pfadfinder in Sicherheit bringen. In Süditalien starb ein Mann in den reißenden Fluten, zwei weitere verunglückten in ihren Autos tödlich, wie die Polizei in Reggio Calabria berichtete. Bereits am Donnerstag war in einer Unterführung in Rom eine Frau in ihrem Wagen eingeschlossen worden und ertrunken.

Im süditalienischen Kalabrien stürzte bei Polistena eine vom Regen beschädigte Brücke ein. Sie begrub am Vorabend einen 55 Jahre alten Mann unter sich, der einem liegengebliebenen Autofahrer zu Hilfe kommen wollte. Zuvor waren bereits zwei Menschen wegen des Unwetters umgekommen. In Kalabrien erlitt ein 76-jähriger Rentner einen Herzinfarkt, als im Sturm ein Baum auf sein Auto stürzte.

amz/AP



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