Nordamerika: Schweres Erdbeben in Alaska und Kanada
Tausende Bewohner Nordamerikas und Kanadas sind am Samstag in Schrecken versetzt worden. Ein schweres Erdbeben ereignete sich vor der Küste, die Erschütterungen waren bis in die US-Metropole Seattle zu spüren. Nach dem Beben wurde vorübergehend ein Tsunami-Alarm ausgelöst.
Juneau - Ein Erdbeben mit einer Stärke von 7,5 hat in der Nacht auf Samstag Alaska erschüttert. Das Tsunami-Warnzentrum erließ daraufhin eine Warnung für einen 475 Meilen langen Küstenabschnitt. Wegen einer drohenden Überschwemmung forderte die Behörde die Bevölkerung in Küstennähe auf, sich in höhergelegene Regionen in Sicherheit zu bringen. Kurze Zeit später dann die Entwarnung: Von der ausgelösten Welle seien keine Überflutungen zu befürchten.
Das Beben ereignete sich um Mitternacht (Ortszeit), etwa 95 Kilometer westlich des Orts Craig, teilte das geologische Überwachungszentrum des US-Innenministeriums mit. Bis nach Seattle seien die Erschütterungen zu spüren gewesen. Das Zentrum lag 355 Kilometer südlich der Hauptstadt des US-Bundesstaates Alaska, Juneau, in einer Tiefe von 9,6 Kilometern.
Zunächst hatte USGS das Beben mit einer Stärke von 7,7 angegeben. Die Region wurde von Nachbeben mit Stärken von bis zu 4,5 erschüttert.
cst/dapd/dpa/Reuters
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- Samstag, 05.01.2013 – 13:27 Uhr
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Mittels Seismografen werden die Maximal amplituden (also die Ausschläge der Nadel) bestimmt, die umgerechnet von Erdbeben in 100 km Entfernung erzeugt worden wären. Der dekadische Logarithmus der gemessenen Maximalamplituden ergibt die Magnitude. Die Erhöhung der Magnitude um 1 bedeutet dabei eine 33-fach höhere Energiefreisetzung – ein Erdbeben der Magnitude 5,0 ist also 33-mal so stark wie eines der Magnitude 4,0. Die Skala wurde 1935 von Charles Francis Richter und Beno Gutenberg am California Institute of Technology entwickelt.
Genau genommen werden Erdbebenstärken jedoch heute in der Moment-Magnituden-Skala angegeben. Sie berücksichtigt neben der Energie auch die Größe des gebrochenen Gesteins. Die Bruchfläche lässt sich aus der Erdbebenmessung vieler Seismografen berechnen.
- - Stärke 1-2: nur durch Instrumente nachweisbar
- - Stärke 3: nur selten nahe dem Epizentrum zu spüren
- - Stärke 4-5: 30 Kilometer um das Zentrum spürbar, leichte Schäden
- - Stärke 6: mittelschweres Beben, Tote und schwere Schäden in dicht besiedelten Regionen
- - Stärke 7: starkes Beben, das zu Katastrophen führen kann
- - Stärke 8: Groß-Beben
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