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Seaworld in San Diego: Freizeitpark will umstrittene Orca-Show bis 2017 abschaffen

Seaworld in den USA: Orcas in Gefangenschaft Fotos
REUTERS

Die Proteste und Boykotts haben offenbar gewirkt: Seaworld plant, die umstrittene Orca-Show im Park in San Diego bis Ende nächsten Jahres einzustellen.

Der Freizeitpark Seaworld hat das Ende der Orca-Show in seinem zweitgrößten Park angekündigt. Im kalifornischen San Diego soll die umstrittene "One Ocean"-Vorführung ab Anfang 2017 durch eine neue Attraktion abgelöst werden, kündigte das Unternehmen am Montag an.

Seaworld reagiert damit auf den Vorwurf der Tierquälerei, massive Kritik und fallende Besucherzahlen in seinen elf Freizeitparks. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Orlando, Florida. Die Themenparks liegen in San Diego, Orlando und San Antonio. Elf von insgesamt 24 Orcas oder auch Schwertwalen befinden sich in San Diego.

Seaworld-Chef Joel Manby stellte am Montag eine neue Strategie vor, mit der er das Image der Freizeitparks wieder verbessern will. "Wir hören auf unsere Gäste und entwickeln uns als Unternehmen", sagte Manby den Investoren auf der Veranstaltung. Das neue Programm soll mehr auf das "natürliche Verhalten" der Tiere abgestimmt werden. Die Zuschauer sollten dann auch mehr über den Schutz der Wale lernen. Das gelte jedoch nur für den Standort Kalifornien.

Gestörtes Sozialleben, krank machende Enge

Das Ende der Vorführungen sei ein notwendiger Schritt gewesen, sagte Jared Goodman von der Tierschutzorganisation Peta. Aber er gehe nicht weit genug: "Das lässt sich mit der Entscheidung vergleichen, einen Hund nicht mehr zu schlagen, aber ihn nie aus seiner Hütte zu lassen." Orcas gelten als sehr soziale Tiere, die unter der beengten Einzelhaltung und Gefangenschaft leiden.

Vergangene Woche hatte der kalifornische Abgeordnete Adam Schiff einen Gesetzentwurf zur Abschaffung der Haltung und Aufzucht von Orcas in Kalifornien angekündigt. Nach seinen Worten ist eindeutig, "dass die physischen und psychischen Schäden für diese prächtigen Tiere die Vorteile ihrer Vorführung weit übertreffen." Nach seinen Plänen soll die aktuelle Orca-Generation die letzte sein, die in Gefangenschaft lebt.

2013 hatte die Dokumentation "Blackfish" auf die Folgen der Gefangenschaft für die Meeressäuger aufmerksam gemacht. In dem Film erzählt der ehemalige Seaworld-Wal-Trainer John Jett von der Qual gefangener Orcas. In einem Interview mit dem SPIEGEL beschrieb er, wie das Sozialleben der intelligenten Tiere massiv gestört wird, wie sie die Enge der Gefangenschaft krank macht. Das ganze Gespräch finden Sie hier.

gam/dpa/AFP

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insgesamt 3 Beiträge
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1. mehr davon bitte!
skoodge 10.11.2015
da sollten Zirkusse gleich mitziehen!
2. Unwürdig seit jeher
metalslug 11.11.2015
Der Vogel im Käfig, der von der Freiheit singt. Ein Unding seit jeher.
3. Ein guter Anfang
liwe 11.11.2015
Das ist ein guter Anfang, aber es ist noch viel zu wenig. Diese Tiere gehören in die Freiheit, wie auch alle anderen Wildtiere in Zoos und Zirkussen. Das stets vorgebrachte Argument, dass Kinder diese Tiere nicht nur von Bildern kennen sollten, halte ich für vollkommen falsch! Das rechtfertigt diese Quälerei in keiner Weise. Hoffentlich kommt der beschriebene Gesetzesvorschlag durch...
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