Serengeti-Nationalpark Hippo-Horde macht kurzen Prozess mit Krokodil

Spektakuläre Bilder aus dem Serengeti-Nationalpark in Tansania: Ein Krokodil war fatalerweise einer Flusspferd-Mutter und deren Nachwuchs zu nah gekommen. Die Herde verstand keinen Spaß und tötete das Reptil mit gewaltigen Bissen.


Hamburg - Eigentlich wollte Vaclav Silha, ein tschechischer Fotograf, im Serengeti Nationalpark nur eine Gruppe von 50 badenden Flusspferden knipsen. Reine Routine, nichts Spektakuläres. Die Kamera stand bereit, als plötzlich Dramatisches geschah: Ein Krokodil war unter die Herde geraten und unvorsichtigerweise einer Mutter und ihren Jungtieren zu Nahe gekommen.

"Kämpfe zwischen diesen Tieren sind sehr selten", sagte Silha der englischen Zeitung "Telegraph". Doch die Flusspferde seien offenbar nervös gewesen, weil sie um die Sicherheit des Nachwuchses fürchteten. Laut den Schilderungen des Fotografen bildeten sie sofort einen Kreis um das Muttertier - eine starke Drohkulisse in Richtung des Krokodils.

Das Reptil entschied sich panikartig zur Flucht - unglücklicherweise jedoch über die Rücken der Flusspferde. Diese Entscheidung sei "die schlechteste Wahl gewesen, und unverkennbar auch seine letzte", so Silha.

Mehrere Flusspferde bissen zu. Die Tiere gelten in Gefahrensituationen als unberechenbar und können bisweilen sehr aggressiv sein. Ein erwachsenes Tier kann mit einem einzigen Biss einen Druck von mehreren Tonnen erzeugen.

Diesen Attacken hätte auch "das stärkste Krokodil nicht widerstehen können", sagte Silha. "Es gab kein Entkommen. Wenige Sekunden später ist der leblose Körper des Krokodils untergegangen. Danach hab ich es nicht mehr gesehen."

hut/ala



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